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#wellenbrecher: Eine Kampagne für AHA und Corona-Warn-App | BR24

© Youtube/BR

Initiator Ulrich Tausend im Kampagnenvideo zu #wellenbrecher

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    #wellenbrecher: Eine Kampagne für AHA und Corona-Warn-App

    Abstand, Hygiene, Alltagsmasken: So lautet die "AHA"-Formel gegen Corona. Eine Kampagne fügt dem Ganzen nun noch ein weiteres "A" hinzu für "App". Rückenwind erhalten die Initiatoren von einer aktuellen Studie.

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    Vor fast genau drei Monaten wurde die Corona-Warn-App zum Herunterladen bereitgestellt. Über 18 Millionen mal wurde das Programm seither heruntergeladen, wobei die tatsächliche Nutzung deutlich unter dieser Zahl liegen dürfte. Die App hat sehr gute Noten für ihren Datenschutz bekommen, manchmal haperte es allerdings an der rechtzeitigen und transparenten Kommunikation von Problemen. Die App wird seither weiterentwickelt, sodass sich neuen Corona-Erkenntnissen anpassen kann und soll dazu beitragen, die Pandemie unter Kontrolle zu halten.

    Wie die Corona-Warn-App genau funktioniert erklären wir hier.

    AHA + App: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken und Corona-Warn-App

    In der Tat erscheint das kleine Programm als eine relativ einfache Möglichkeit etwas gegen die Ausbreitung von Corona zu unternehmen, allerdings nur als ergänzender Baustein zu anderen Maßnahmen, die unter dem Schlagwort AHA (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) bekannt geworden sind. Für die AHA-Maßnahmen, ergänzt um die Corona-Warn-App wirbt nun eine Kampagne, die unter Anderem der Medienpädagoge Ulrich Tausend angestoßen hat.

    "Mich hat frustriert, dass zwar 90% der Bevölkerung generell AHA-Maßnahmen unterstützen, aber nur auf 18 Millionen Handys die App heruntergeladen wurde, obwohl sie auf 50 Millionen Smartphones laufen würde", erzählt Tausend gegenüber BR24. Der Münchner, der auch als Lichtkünstler unterwegs ist, möchte dass es irgendwann genauso zum guten Ton gehört, die Corona-Warn-App zu nutzen, wie in die Armbeuge zu niesen anstatt in die Hand.

    Prominente Unterstützung

    Ob sich die Kampagne nennenswert auf die Nutzungszahlen der App auswirken wird, muss man abwarten. Auf Twitter aber trendete am Montag der Kampagnen-Hastag #wellenbrecher. An dem dazugehörigen Video beteiligten sich Prominente wie etwa der Ex-Innenminister Thomas de Maizière, die SPD-Vorsitzende Saskia Esken oder der Comedian Tommy Krappweis.

    Oxford-Studie: Apps können Leben retten

    Unterdessen scheint eine kürzlich erschienene Studie der Universität Oxford Ulrich Tausend und seinen Mitstreitern Recht zu geben: Wenn nur 15 Prozent die App nutzen, könnte das die Todesfälle um 11,8 Prozent reduzieren, so die Forscher. Bei einer Nutzungsquote von 75 Prozent käme es sogar zu 78 Prozent weniger an Todesfällen. Die Studie muss noch von anderen Wissenschaftlern begutachtet werden, zudem wurden die Simulation nicht anhand der deutschen App, sondern basierend auf dem US-Bundesstaat Washington vorgenommen. Aber zumindest scheint die Corona-Warn-App das Potenzial zu haben, Corona-Wellenbrecher zu sein – und damit Leben zu retten.

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