BR24 Logo
BR24 Logo
Netzwelt

Was taugt ein Rechtsschutz fürs Internet? | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Was taugt ein Rechtsschutz fürs Internet?

Ob bei Anzeigen wegen Beleidigung oder Abmahnungen wegen der Nutzung von Tauschbörsen: Spezielle Versicherungen versprechen einen Rechtsschutz fürs Internet. Die Stiftung Warentest hat sie sich angesehen. Von Christian Sachsinger

Per Mail sharen
Teilen

Es kann schnell passieren, dass man sich im Internet eine Klage einhandelt. Ein beleidigender Kommentar, ein Klick auf eine Abofalle oder ein illegaler Musikdownload der Kinder reichen schon aus. Internet-Rechtsschutz verspricht grundsätzlich Hilfe, wenn man sich wegen Online-Problemen zur Wehr setzen muss oder möchte. Und so hat sich die Stiftung Warentest angeschaut, was Versicherungen bieten, die sich auf Internet-Rechtsschutz spezialisiert haben.

Kunden sollten das Kleingedruckte genau lesen

"Die werben damit, dass es für diese Fälle Rechtsschutz gibt, man also auf Kosten der Versicherung einen Anwalt nehmen darf und man entweder dort eine Beratung bekommt oder mit diesem Anwalt sogar ein Gerichtsverfahren durchlaufen kann", sagt Michael Sittig von der Zeitschrift Finanztest.

Finanztest hat sich drei Policen für Internet-Rechtsschutz der Anbieter DEVK, Arag und BNP Paribas Cardif genau angesehen. Dabei ist dem Tester aufgefallen, dass es bei den Leistungen zum Teil erhebliche Einschränkungen gibt. Oft werden die Anwaltskosten auf ein paar hundert Euro im Jahr gedeckelt und manchmal muss sogar eine Eigenbeteiligung bezahlt werden.

Oft reicht die normale Rechtsschutzversicherung

Michael Sittigs Fazit lautet deshalb: Eine klassische Rechtsschutzversicherung reicht meist aus, denn sie deckt vieles ohnehin schon ab. Für die Versicherungsbranche spielt es nämlich keine Rolle, ob ein Kaufvertrag online oder im Laden abgeschlossen wurde beziehungsweise ob eine Beleidigung etwa via Facebook oder durchs Autofenster stattgefunden hat.