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Warum die Corona-Warn-App weniger Risiko-Begegnungen anzeigt | BR24

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Die Warn-Meldungen der Corona-Warn-App enthalten nun mehr Informationen.

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    Warum die Corona-Warn-App weniger Risiko-Begegnungen anzeigt

    Hohe Inzidenz und trotzdem nur wenig Warnungen in der Corona-Warn-App? Viele Nutzer fragen sich, wie das zusammenpasst. Für das Phänomen gibt es aber einen einfachen Grund.

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    Von
    • Christian Schiffer

    Über 200.000 mal wurde die Corona-Warn-App bislang genutzt, um andere Menschen über ein positives Corona-Ergebnis zu informieren, das sagte kürzlich ein Ministeriumssprecher. Die zweite Welle konnte das Programm aber nicht verhindern. Auch deswegen wächst die Kritik an der App und an ihrem datenschutzfreundlichen Ansatz.

    Aber auch die Risiko-Warn-Meldungen der App sorgen in letzter Zeit für Stirnrunzeln. Konnten sich viele Nutzer im Herbst noch vor grünen Warnmeldungen kaum retten, erscheinen jetzt gar keine Meldungen mehr, die einen darüber in Kenntnis setzen, dass man einen "Risiko-Kontakt mit geringem Risiko" hatte. Damals gab es einige Verwirrung, weil nicht ganz klar war, wie risikoreich ein Kontakt mit niedrigem Risiko ist und warum man überhaupt darüber informiert wurde, wenn doch eigentlich gar kein Risiko bestand.

    Dieser Verwirrung haben sich die Entwickler der Schnittstelle, auf die die Corona-Warn-App aufsetzt, offenbar zu Herzen genommen, denn die Risikoermittlung soll nun genauer funktionieren. Konkret bedeutet das unter anderem, dass Risikobegegnungen, die aus epidemiologischer Sicht nicht relevant sind, von der App herausgefiltert werden. Allerdings werden diese Begegnungen im Hintergrund der App trotzdem gezählt und das hat mit einer zweiten Änderung zu tun: Wer viele kurze Begegnungen mit niedrigem Risiko hat, könnte sich insgesamt doch einem größeren Risiko ausgesetzt haben und wird in diesem Fall mit einer roten Meldung gewarnt. Und noch eine weitere Änderung gibt es: Es wird das Datum angezeigt, wann die letzte Risikobegegnung stattgefunden hat.

    Die App soll laufend weiterentwickelt werden, kürzlich erst wurde sie um ein Kontakttagebuch ergänzt.

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