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Warentest: Sehr guten Virenschutz gibt es auch gratis | BR24

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Die Stiftung Warentest hat 19 Schutzprogramme für Windows- und neun für Apple-Rechner untersucht.

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Warentest: Sehr guten Virenschutz gibt es auch gratis

Die Stiftung Warentest hat Antivirenprogramme untersucht. Eines der Ergebnisse: Für wirklich guten Schutz muss man kein Geld bezahlen. Die Testsieger sind ein kostenloses und ein kostenpflichtiges Programm. Auch Apple-Nutzer sollten sich schützen.

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Die Stiftung Warentest hat 19 Schutzprogramme für Windows- und neun für Apple-Rechner untersucht. Dabei wurden die Geräte mit 40.000 verschiedenen Schadprogrammen bombardiert. Am besten schnitten im Test das kostenlose und das kostenpflichtige Programm des Anbieters Avira ab. Nur diese beiden erhielten die Note "sehr gut". Bei Apple-Rechnern schnitten Bitdefender und Eset am besten ab. Dass beide nur die Note "gut" erreichten, liegt unter anderem daran, dass Virenschutzsoftware in den Apple-Betriebssystemen weniger Zugriffsrechte bekommt als bei Windows. Damit lassen sich weniger Schutzfunktionen ausführen.

Braucht man überhaupt noch einen Extraschutz?

Es gibt immer wieder Experten, die das von Microsoft mitgelieferte hauseigene Programm Defender als ausreichend sehen. Stiftung Warentest ist hier anderer Meinung. Der Defender schneidet nur mit der Note "befriedigend" ab. Moniert wird vor allem der fehlende Phishing-Schutz, also das Erkennen von Angriffen auf Passwörter etwa über E-Mails. Auch bei Apple-Rechnern, die von Haus aus als besonders sicher gelten, bringt ein Schutzprogramm zusätzliche Sicherheit vor solchen Attacken.

Am besten geschützt mit Online-Verbindung

Warentest empfiehlt die Verbindung zum Internet nicht zu kappen, während das Schutzprogramm arbeitet. Die Software läuft zwar auch offline – ein USB-Stick zum Beispiel wird also auch ohne Internet gescannt – aber im Zweifelsfalls vergleicht das Programm eine verdächtige Datei zusätzlich mit der Datenbank des Anbieters. Ist die nicht erreichbar, bleiben manche Gefahren womöglich unerkannt. Aktuelle, gerade erst aufgetauchte Schädlinge sind oft nur in der zentralen Datenbank gelistet und noch nicht auf dem eigenen Computer.

Datenschutz kontra Sicherheit

Wer auf seinem Rechner ein Schutzprogramm installiert hat, liefert sich diesem Anbieter auf Gedeih und Verderb aus. Avira, Avast, Bitdefender oder Kaspersky greifen tief in den Rechner ein. Dabei fließen jede Menge Daten an die Rechenzentren dieser Unternehmen. Dass die nicht immer sorgsam mit den teils persönlichen Informationen umgehen, zeigt der Fall von Avast. Wie Anfang des Jahres bekannt wurde, hatte die tschechische Firma jahrelang über ein eigenes Tochterunternehmen Nutzerdaten anonymisiert weiterverkauft. Avast hat das inzwischen eingestellt. Dass andere Virenschutz-Anbieter ähnlich agieren, ist zwar nicht bekannt, man sollte es aber nicht grundsätzlich ausschließen.