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Symbolbild Computertastatur mit schwarzer Hand und @-Zeichen

Beim sogenannte Warenkreditbetrug reichen den Tätern schon wenige Daten, die sie oft offen in den sozialen Netzwerken finden: Namen, Fotos, Emailadresse und sonstige private Angaben.

"Die Täter melden sich dann bei dem Online-Versandhandel an. Sie geben den Namen des Bestohlenen an und lassen sich die Waren an eine abweichende Lieferadresse schicken. Die Rechnungsadresse ist fiktiv." Marika Einbrodt, Stiftung Warentest

Das Opfer des Datendiebstahls erfährt erst dann vom Warenkreditbetrug, wenn die Firmen die richtige Adresse ermitteln und Mahnungen verschicken.

Mahnungen nicht ignorieren

Zwar müssen die Firmen beweisen, dass die Person, die sie beschuldigen, auch diejenige ist, der die Waren bestellt hat. Verbraucherschützer raten jedoch, die Mahnungen nicht zu ignorieren sondern die Firmen zu kontaktieren, zu erklären, dass man die Ware nicht bestellt hat und wahrscheinlich Identitätsdiebstahl vorliegt. Auch eine Anzeige bei der Polizei kann dabei hilfreich sein.

So können Sie sich schützen

Hundertprozentigen Schutz gegen Datendiebstahl gebe es zwar nicht, sagt die Stiftung Warentest. Jedoch gebe es Möglichkeiten, den Schutz zu erhöhen:

  • Sparsamer Umgang mit der Preisgabe von Daten im Internet
  • Verwendung von komplexen Passwörtern
  • Regelmäßige Durchführung von Hard- und Softwareupdates
  • Benutzung von Anti-Viren-Programmen und Firewalls
  • Hin und wieder bei Auskunfteien wie der Schufa nachfragen, ob unberechtigte Einträge vorhanden sind. Das kann ein Hinweis sein, dass die eigenen Daten missbraucht wurden
  • Über Google Alerts herausfinden, wo der eigene Name im Internet verwendet wird. Dazu gibt man seinen eigenen Namen an bzw. seine Emailadresse. Taucht diese an neuen Stellen im Internet auf, wird man von Google per Mail informiert.