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VPN-Dienste - sicher surfen unterwegs | BR24

© ARD/Schuler

Sie sind lästig, kosten Geld aber wer viel unterwegs ist oder das Hotel-Wlan sicher nutzen will, kommt an einem VPN-Dienst nicht vorbei. Zumal der oft Zugriff auf Inhalte ermöglicht, die im Ausland aufgrund einer IP-Begrenzung nicht verfügbar sind.

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VPN-Dienste - sicher surfen unterwegs

Sie sind lästig, kosten Geld aber wer viel unterwegs ist oder das Hotel-Wlan sicher nutzen will, kommt an einem VPN-Dienst nicht vorbei. Zumal der oft Zugriff auf Inhalte ermöglicht, die im Ausland aufgrund einer IP-Begrenzung nicht verfügbar sind.

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Wer viel unterwegs ist und sich häufig auf dem Smartphone oder Laptop in Wlans in Cafés, an Flughäfen oder Hotels einwählt, für den lohnt sich ein VPN-Dienst. Das Virtual Privat Network sorgt dafür, dass die Daten verschlüsselt zwischen dem Computer und dem VPN-Anbieter übertragen werden. Angreifer, zum Beispiel der Zimmernachbar im Hotel, können den Datenverkehr nicht mehr belauschen.

In Ländern wie Russland, China, Iran oder der Türkei hilft ein VPN-Dienst aber auch auf Internetseiten zu gelangen, die das jeweilige Regime möglicherweise gesperrt hat. Wichtig: eine einhundertprozentige Sicherheit gibt es auch für VPN-Dienste nicht. Aber: Sie machen das Internet in öffentlichen Netzwerken sicherer.

Die wichtigsten Fragen zu VPN-Diensten

Wieso soll man einen VPN-Dienst nutzen?

VPN-Dienste sind dann sinnvoll, wenn man viel unterwegs ist und sich häufig in Wlans einloggt. Zum Beispiel in Cafés, am Flughafen oder in Hotels. Der Datenverkehr vom Handy oder PC wird dann nämlich besonders verschlüsselt. Andere können die Daten nicht abfangen und mitlesen.

Welche Vorteile bietet VPN noch?

Wenn man zum Beispiel in einem nicht-demokratischen Land ist, wo die Bevölkerung überwacht wird. Also zum Beispiel China, Russland, Iran oder die Türkei. Hier kann es sein, dass bestimmte westliche Internetseiten gesperrt sind. Mit einem VPN-Dienst kann man die Sperre umgehen. Außerdem schützt man sich selbst.

Was muss man bei der Auswahl eines VPN-Anbieters beachten?

Man sollte schauen, wo der der Anbieter seinen Dienst. Vorsicht ist bei Diensten in Ländern wie Russland oder China geboten. Man sollte darauf achten, dass der Anbieter keine persönliche Daten von einem will, nicht mal die E-Mail-Adresse. Ganz wichtig: Der Anbieter sollte keinerlei Daten mitloggen. Sprich: wenn man den Dienst nutzt, darf es das Surf-Verhalten nicht speichern. Bonus-Punkt: Wenn der Anbieter Open-Source-Software einsetzt und sich von einem externen Institut hat überprüfen lassen.

Welchen VPN-Anbieter sind empfehlenswert?

Vielleicht eines vorweg: einhundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Wer wichtig Daten übermitteln muss, sollte das persönlich tun und nicht via Internet. Zwei Dienste, die Experten sowohl hier in den USA als auch in Europa empfehlen, sind folgende: Einmal Mullvad aus Schweden und TunnelBear aus Kanada. Beide Dienste sind sehr gut und haben in Test gute Noten bekommen. Kosten: um die 5 Euro pro Monat. Mehr zu den Diensten lesen Sie im in den folgenden Abschnitten.

PureVPN

PureVPN ist ein VPN-Anbieter, der in Deutschland mit besonderen günstigen Preisen wirbt. Das Angebot lohnt sich vor allem für Nutzer, die IP-geblockte Videoplattformen wie Hulu in den USA schauen wollen. Der Anbieter lässt hohe Übertragungsgeschwindigkeiten zu.

Pro:

Über 2000 VPN-Server in 140 Ländern helfen die eigene IP-Adresse zu verschlüsseln.

Contra:

Leider sitzt der Anbieter in Hong Kong. Auch ist auf seiner Website kein Hinweis zu finden, dass die VPN-Verbindung nicht mitloggt. Auch eine Zertifizierung eines unabhängigen Gutachters liegt nicht vor.

Preis:

Ein Jahres-Abo kostet für fünf verschiedene Geräte kostet 61 Euro

Mullvad

Mullvad kommt aus Schweden und bietet einen deutlich besseren Schutz der Privatsphäre.

Pro:

Mullvad verlangt für die Registrierung weder Adresse noch eine E-Mail noch eine Telefonnummer. Es werden keine Protokolle angefertigt. Die Software ist Open Source. Der Dienst ist sehr schnell.

Contra:

Leider gibt es keine gesonderte App für Android oder iOS. Das macht die Installation auf dem Smartphone etwas schwieriger.

Preis:

Der Dienst kostet pro Monat fünf Euro.

TunnelBear:

TunnelBear ist ein Anbieter aus Kanada. Er ist nicht ganz so schnell wie Mullvad, hat aber in Hacker-Kreisen einen guten Ruf. Und das will was heißen.

Pro:

Der Dienst loggt nichts mit. Er ist von einem externen Unternehmen überprüft. Als Nutzer kann man völlig anonym bleiben. Es gibt für alle Betriebssysteme eigene Apps.

Contra:

Hier gibt es nichts zu meckern.

Preis:

Knapp fünf Euro kostet der Dienst pro Monat