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Vor allem beim iPhone: Wie die Maskenpflicht Handy-Nutzer nervt | BR24

© dpa/Claudio Furlan

Masken erschweren teilweise gerade Handy-Nutzern ein wenig das digitale Leben.

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    Vor allem beim iPhone: Wie die Maskenpflicht Handy-Nutzer nervt

    Eigentlich gilt das Entsperren des Handy-Bildschirms mit dem Gesicht als ein Highlight-Feature vieler Smartphone-Flaggschiffe. Mit der Maskenpflicht wird das Feature jedoch teils nutzlos. In einigen Fällen nervt sie nun gar regelrecht.

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    Es klingt nach einer Hightech-Spielerei, die im Alltag aber ganz schön praktisch sein kann: die Gesichtserkennung moderner Smartphones. Wer im Besitz eines Handys mit dieser Technologie ist, beispielsweise ein neueres iPhone- oder Samsung-Galaxy-Modell nutzt, kann das Display entsperren, indem er darauf guckt. Kein Tasten nach dem Abdrucksensor, keine Code-Eingabe nötig.

    Die Funktion ist vor allem interessant, wenn man die Hände gerade nicht ganz frei bewegen kann, beim Einkaufen oder in der vollen U-Bahn zum Beispiel. Doch genau dort, lässt die Gesichtserkennung die User nun im Stich, denn genau dort gilt ja seit Montag eine Maskenpflicht. Im Netz machen bereits einige ihrem Ärger Luft.

    Dass Blicke nun nicht mehr fürs Entsperren reichen, stört nicht nur beim Abarbeiten eines Einkaufszettels im Supermarkt, sondern auch an der Kasse. Wer mit dem iPhone zahlt, verifiziert sich beispielsweise normalerweise statt mit einem PIN mit seinem Gesicht. Das ist aktuell jedoch nicht möglich.

    Hersteller: Alternative Entsperrung nutzen

    Gibt es eine Lösung? Apple Deutschland verweist auf Anfrage von BR24 darauf hin, dass iPhones von Maskenträgern nun mit dem Passcode entsperrt werden müssten. "FaceI ID ist so konzipiert, dass Augen, Nase und Mund sichtbar sein müssen", so ein Sprecher. Ein Fingerabdrucksensor, zusätzlich zur Gesichtserkennung, ist bei den neueren iPhone-Modellen nicht mehr verbaut. Es bleibt folglich nur die Eingabe per Hand.

    Bei Samsung, über lange Jahre der zweite große Player auf dem Smartphone-Markt, ist das anders. "Für eine sichere Authentifizierung bieten Samsung-Galaxy-Smartphones verschiedene biometrische Verfahren, die den Zugriff auf das eigene Gerät schützen", so Samsung gegenüber BR24.

    Anders ausgedrückt: Die Gesichtserkennung funktioniert aufgrund der Masken nicht wirklich, allerdings haben Samsungs Top-Modelle neben dieser Entsperrmethode weiterhin auch Fingerabdrucksensoren und Iris-Scanner verbaut. Damit wird das Entsperren des Handys zwar ein wenig unkomfortabler als das Entsperren per Blick, aber immerhin ist nicht zwingend die Entsperrcode-Eingabe erforderlich. Diese händische Eingabe sei nur bei einigen älteren Einsteigermodellen nötig, so Samsung.

    Internet-Hacks sollen helfen

    Neben den von den Herstellern selbst genannten Ausweichmöglichkeiten, sind im Netz auch weitere Tipps zu finden. So wird iPhone-Usern empfohlen, das Gesicht zur Entsperrung vom Handy neu scannen zu lassen und es dabei nur teils mit der Maske zu bedecken. Konkret solle man soviel Maske tragen wie möglich, solange das iPhone im Scan-Modus ein Gesicht erkenne. Nach einem Scan dieses halb bedeckten, halb unbedeckten Gesichtes soll auch eine Entsperrung mit Maske möglich sein.

    Android-Nutzern wird geraten, schlicht in den Gesichtserkennungs-Einstellungen einen „Alternativen Look“ mit kompletter Maske im Gesicht hochzuladen. Dann ließe sich das Handy auch mit Maske entsperren.