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US-Wahl 2020: Warum das Social Media-Chaos diesmal ausblieb | BR24

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Zahlreiche Tweets von Donald Trump wurden mit Warnhinweisen versehen

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    US-Wahl 2020: Warum das Social Media-Chaos diesmal ausblieb

    Verschwörungsclips, Fake News, Desinformation: Auch zur US-Wahl 2020 kursierten fragwürdige Inhalte in den sozialen Medien. Doch das ganz große Chaos blieb aus. Und einer könnte in Zukunft über das Internet sehr viel weniger Menschen erreichen.

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    Nach der US-Wahl im Jahr 2016, war sich Mark Zuckerberg ganz sicher: "Es ist doch verrückt zu behaupten, Fake-News auf Facebook hätten die Wahl beeinflusst". Das lies der Facebook-Chef damals verlauten. Doch alle Beschwichtigungen halfen nichts: Seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten wurde intensiv über den Einfluss von Facebook, Twitter und Co. debattiert.

    Zunächst zögerlich, dann aber immer konsequenter begannen die Plattformen dem Druck nachzugeben und gegen Fake News und die Einmischung anderer Staaten vorzugehen. Facebook, Twitter, aber auch YouTube arbeiteten frühzeitig Pläne für die Wahl 2020 aus. Die Unternehmen ergriffen beispielsweise Maßnahmen gegen Falschmeldungen, platzierten Warnhinweise und drehten fragwürdigen Videos die Reichweite ab.

    Verschwörungstheorien kursierten auch bei dieser Wahl

    Nicht alles funktionierte wie geplant. Auf Facebook bildete sich die Gruppe "StopTheSteal", in welcher sich Trump-Anhänger zusammenfanden, die den Demokraten Wahlbetrug unterstellen.

    Auf Twitter trendete der Hashtag #stopthefraud unter dem allerlei Verschwörungstheorien zur US-Wahl verbreitet wurden. Und auch auf YouTube wurde ein Video, in dem behauptet wurde, eigentlich habe Donald Trump die Wahl gewonnen, tausende Male angeklickt.

    Trump verliert demnächst Twitter-Privilegien

    Insgesamt aber scheint ein Chaos wie 2016 verhindert worden zu sein. Das Vorgehen trifft auch den Noch-Präsidenten Donald Trump ganz besonders. Eine ganze Batterie seiner Tweets wurde als irreführend markiert. Zudem hat Twitter angekündigt, dass Trump seine Twitter-Privilegien als Staatoberhaupt verlieren werde.

    Die Tweets von sogenannten "World Leadern" werden von Twitter als relevant für die Öffentlichkeit erachtet. Deswegen sind Staatsoberhäupter davor sicher, auf der Plattform gesperrt zu werden. Da Donald Trump diesen Schutz nun verliert, wäre es sogar denkbar, dass er irgendwann ohne Twitter-Megafon dasteht.

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