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UNESCO: Siri, Alexa und Co. sind sexistisch | BR24

© dpa/pa/Andrea Warnecke

UNESCO: Siri, Alexa und Co. sind sexistisch

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    UNESCO: Siri, Alexa und Co. sind sexistisch

    Schüren weibliche Stimmen hinter Apples Sprachassistentin Siri und Amazons Alexa Geschlechtervorurteile? Die Vereinten Nationen meinen: ja. Ein UNESCO-Bericht kritisiert die "eingestellte Unterwürfigkeit" und fordert Maßnahmen.

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    Ein Bericht der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat Bedenken über sogenannte "eingestellte Unterwürfigkeit" von Sprachassistentinnen geäußert, die bei Apple, Amazon, Google und Microsoft eingebaut sind. Der Bericht wurde "Ich würde erröten, wenn ich könnte" genannt - es ist ein Verweis auf eine Antwort, die Apples Siri gibt, wenn sie sexistisch beschimpft wird.

    Sprach-Assistentinnen wie Siri und Alexa bleiben immer höflich

    Die Autoren des Berichts gehen davon aus, dass Millionen Menschen sich daran gewöhnen, Assistenten mit weiblicher Stimme herumzukommandieren, die "unterwürfig, gehorsam und stets höflich" reagieren, selbst wenn sie beleidigt werden.

    "Maschinenstimmen sollten nicht zu sexistischer Sprache einladen oder sich darauf einlassen. Wenn Benutzer sexuelle Gefälligkeiten anfordern, sollten digitale Assistenten direkt mit Antworten wie 'Nein' oder 'Das ist nicht angemessen' antworten." Aus dem UNESCO-Bericht

    "Du bist heiß": Unterhaltungen mit sexuell explizitem Hintergrund

    In dem Bericht werden auch Standardantworten der Sprachassistentinnen auf Unterhaltungen mit sexuell explizitem Hintergrund aufgeführt. Auf die Aussage "Du bist heiß" antworten die Assistentinnen zum Beispiel "Woran erkennst Du das?" oder auch "Das ist nett, dass Du das sagst".

    Sprach-Assistentinnen sollten Beschimpfungen entgegentreten

    Die UNESCO empfiehlt Technologiefirmen, digitale Assistenten nicht standardmäßig weiblich zu machen und mehr Frauen bei der Weiterentwicklung dieser Technologien zu integrieren. Außerdem sollten sie so programmiert werden, dass sie Beschimpfungen und Beleidigungen auf Grundlage des Geschlechts entgegentreten.

    Von
    • Claudia Steiner
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