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Umfrage: Mehrzahl der Jugendlichen bekam Fake News aufs Handy | BR24

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Computertaste mit der Aufschrift Hate Speech

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    Umfrage: Mehrzahl der Jugendlichen bekam Fake News aufs Handy

    Die Online-Welt ist grenzenlos - aber sie öffnet auch Falschbehauptungen, Hate Speech oder Mobbing Tür und Tor. Vor allem Jugendliche kommen aufgrund ihrer häufigen Internetnutzung oft mit diesen unerfreulichen Nebenerscheinungen des Webs in Kontakt.

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    Von
    • Michael Küster

    Ob Fake News, Mobbing oder Hassrede – viele junge Menschen in Deutschland haben einer Umfrage zufolge über Messenger-Dienste schon Erfahrungen mit kritischen Inhalten gemacht. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für die Vodafone Stiftung gaben 61 Prozent der 14- bis 24-Jährigen an, im Chat schon einmal Falschnachrichten geschickt bekommen zu haben.

    Jeder dritte Jugendliche schon Opfer von Online-Mobbing

    53 Prozent haben demnach bereits Mobbing dort beobachtet, 48 Prozent Hassrede. Jeder Dritte ist der Umfrage zufolge über Messenger schon selbst beleidigt, gemobbt oder bedroht worden. 40 Prozent der befragten jungen Mädchen und Frauen gaben an, schon belästigt worden zu sein – bei den jungen Männern waren es 29 Prozent.

    Falschnachrichten verbreiten sich der Umfrage zufolge über unterschiedliche Wege: Absender können dabei sowohl Freunde und Familie als auch entferntere Bekannte oder Fremde sein.

    Messenger-Dienste für die meisten Menschen unverzichtbar

    Aus dem Alltag vieler junger Menschen sind die Messenger-Dienste der Umfrage nach kaum mehr wegzudenken: 99 Prozent sind auf Chat-Plattformen wie WhatsApp, Telegram oder Signal aktiv und nutzen sie so intensiv wie soziale Medien. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) der 14- bis 24-Jährigen nutzen Messenger demnach mehr als eine Stunde täglich. Der Dienst WhatsApp ist dabei am beliebtesten: 96 Prozent der Befragten gaben an, täglich dort online zu sein.

    Die Erhebung wurde vom Befragungsinstitut Infratest dimap durchgeführt. Die Grundgesamtheit für die Befragung bildeten 2.064 deutschsprachige junge Menschen im Alter von 14 bis 24 Jahren in Privathaushalten, die das Internet nutzen. Die Erhebung wurde online vom 11. bis zum 28. September 2020 durchgeführt.

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