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Twitter und Facebook sperren hunderte Konten in Spanien | BR24

© Jaap Arriens/Picture Alliance

Konten auf den Plattformen Twitter, Facebook und Instagram wurden gesperrt.

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Twitter und Facebook sperren hunderte Konten in Spanien

Die Plattformen Twitter und Facebook haben zahlreiche Fake-Konten in Spanien gesperrt. Über die falschen Profile sollen Politiker versucht haben, die spanische Parlamentswahl im Frühjahr zu beeinflussen.

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Es geht um insgesamt 359 Profile. Die meisten davon, etwa 250, bei Twitter. Die übrigen bei Facebook und Instagram. Die Netzwerke beschuldigen die konservative Volkspartei PP, über die Konten Propaganda verbreitet zu haben: Bilder und Botschaften des Spitzenkandidaten der Partei, Pablo Casado, die vor der Parlamentswahl im April verbreitet wurden – und zwar automatisiert.

Verbindungen zur konservativen Volkspartei

Casado wurde in den verbreiteten Postings gelobt, der amtierende Ministerpräsident Pedro Sanchez von den Sozialdemokraten kritisiert. Gesteuert wurden die Profile laut Twitter von verschiedenen Orten in Spanien aus. Facebook teilte mit, dass die Betreiber der Profile versucht hätten, ihre Identität geheim zu halten. Es sei aber gelungen, eindeutige Verbindungen zur PP zu belegen. Alle Konten waren nur zwei Monate lang vor der Wahl aktiv.

Die konservative Partei selbst hat bisher nicht auf die Sperrung der Konten reagiert. Vor einigen Wochen, als die ersten Verdächtigungen bekannt wurden, teilte sie mit: Die Partei habe niemals Fake-Profile eingerichtet. Schon im Juni hatte Twitter mitgeteilt, dass auch die linke katalanische Partei ERC Fake-Accounts betrieben hatte. 130 gefälschte Profile wurden gelöscht.