BR24 Logo
BR24 Logo
Netzwelt

Twitter sperrt Account der "Jüdischen Allgemeinen" | BR24

© picture alliance / dpa

Twitter sperrt Account der "Jüdischen Allgemeinen"

Per Mail sharen
Teilen

    Twitter sperrt Account der "Jüdischen Allgemeinen"

    Weil die "Jüdische Allgemeine" ein dpa-Interview mit dem israelischen Botschafter zum Umgang mit der AfD getwittert hat, hat der Kurznachrichtendienst den Zugang der Wochenzeitung vorübergehend gesperrt. Inzwischen ist die Sperre wieder aufgehoben.

    Per Mail sharen
    Teilen

    "In einer Mitteilung des Onlinedienstes hieß es, man habe gegen die Regeln 'zum Veröffentlichen von irreführenden Informationen zu Wahlen' verstoßen", zitierte die "Jüdische Allgemeine" auf ihrer Webseite am Montag.

    Twitteraccount für zwölf Stunden gesperrt

    Daneben war ein Screenshot zu sehen, wonach die Sperre zwölf Stunden gelte. Twitter führt dort den Interview-Tweet explizit als Auslöser auf. "Seit der Sperrung der Account-Funktionen kann die 'Jüdische Allgemeine' keine Tweets mehr verbreiten." Twitter war für Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

    Israels Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, hatte der Deutschen Presse-Agentur gesagt, er meide jeden Kontakt zur Alternative für Deutschland (AfD) wegen deren Haltung zum Holocaust. Dieser Satz aus dem am frühen Sonntagmorgen verbreiteten Agenturtext war auch in dem Tweet der "Jüdischen Allgemeinen" vom Sonntagnachmittag zu lesen. Am Montagmorgen folgte die Sperrung.

    Reaktion von Twitter stößt auf Unverständnis

    Der Online-CvD der "Jüdischen Allgemeinen", Philipp Peyman Engel, sagte: "Dass Twitter antisemitische Hasstweets duldet, aber Nachrichten der einzigen jüdischen Wochenzeitung Deutschlands sperrt, ist für uns absolut unverständlich."

    Die Sperre des Twitter-Accounts wieder aufgehoben

    Dies bestätigte die Wochenzeitung der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Montag. Am späten Nachmittag habe es in einer automatischen Mitteilung von Twitter geheißen, dass der Account entsperrt worden sei.