BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Twitter kennzeichnet Trump-Nachricht als Manipulation | BR24

© picture alliance

Trump bei Twitter

3
Per Mail sharen

    Twitter kennzeichnet Trump-Nachricht als Manipulation

    Twitter schaut neuerdings sehr genau hin, wenn es um Botschaften rund um den US-Wahlkampf geht. Deepfakes und manipulierte Inhalte werden gekennzeichnet oder gelöscht. Nun trifft es auch den US-Präsidenten selbst.

    3
    Per Mail sharen

    Seit kurzem hat der Kurzbotschaftendienst Twitter neue, strengere Regeln zu verfälschten Inhalten - und die gelten selbst für Donald Trump. Der US-Präsident musste nun erleben, dass ein von ihm geteilter Tweet als "manipuliert" abgestempelt wurde. Trump hatte über seinen Account einen verkürzten Videoausschnitt von einer Wahlkampfveranstaltung des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Joe Biden weiterverbreitet. Twitter hat dem Video die Bezeichnung "manipuliertes Medium" hinzugefügt.

    Den wesentlichen Satz von Bidens Aussage weggeschnitten

    Bei dem Film handelt es sich um einen Ausschnitt aus einer Wahlkampfrede Bidens im US-Bundesstaat Missouri. Biden hatte dort mit Blick auf die innerparteilichen Rivalitäten bei den US-Demokraten gesagt: "Wir werden für Donald Trumps Wiederwahl sorgen, wenn wir uns dieser Selbstzerstörung hier hingeben."

    Der für die Kommunikation in den Online-Diensten zuständige Abteilungsleiter im Weißen Haus, Dan Scavino, veröffentlichte später bei Twitter einen gekürzten Video-Ausschnitt, in dem Biden lediglich zu sagen schien: "Wir werden für Donald Trumps Wiederwahl sorgen." Trump teilte Scavinos Beitrag. Millionen von Menschen haben das Video seitdem geteilt - das nun aber von Twitter als manipuliert Aussage markiert wurde. Scavino reagierte mit einem Dementi auf die Twitter-Kennzeichnung. Das Video sei nicht manipuliert, schrieb er.

    Trumps Twitter-Verhalten seit längerem in der Kritik

    Twitter geht seit vergangener Woche stärker gegen sogenannte Deepfakes und andere manipulierte Inhalte vor. Die neuen Vorgaben sehen die Entfernung oder Kennzeichnung von problematischen Videos während des US-Präsidentschaftswahlkampfs vor. Zuvor war Twitter lange vorgeworfen worden, nichts gegen Hassbotschaften und Falschmeldungen zu unternehmen. Immer wieder hatte es auch Forderungen gegeben, Donald Trumps Twitter-Account zu schließen, insbesondere nach Vorwürfen, der Präsident würde versuchen, Personen einzuschüchtern, die im Amtsenthebungsverfahren gegen ihn aktiv waren.