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Homeoffice: So gelingt das Arbeiten von Zuhause | BR24

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In der Corona-Krise könnte das Arbeiten von zu Hause aus zum Normalfall werden.

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    Homeoffice: So gelingt das Arbeiten von Zuhause

    In der Corona-Krise heißt es auch für gesunde Arbeitnehmer immer häufiger: zu Hause bleiben! Wir erklären, was man dabei beachten sollte.

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    Um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, arbeiten immer mehr Menschen von zu Hause. Noch viel mehr könnten es möglicherweise werden.

    Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

    Natürlich: Nicht jede Tätigkeit kann man so einfach in die eigenen vier Wände verlagern. Auch ist nicht jede Wohnung zum Arbeiten von zu Hause geeignet. Arbeit im Homeoffice kann zudem mit erhöhtem Stress einhergehen, weil die Grenze zwischen Beruf und Privatleben verwischt. Im Zuge der Corona-Krise könnte Homeoffice aber für viele Arbeitnehmer zu einer Notwendigkeit werden – zumindest eine Zeit lang. Doch was muss man beim Arbeiten von zu Hause beachten? Und was sollte man in Sachen IT-Sicherheit wissen? Hier ein paar Tipps:

    Erstens: Informieren!

    Regelungen zum Homeoffice stehen oft in Arbeitsverträgen. Mitarbeiter können nicht einfach so zur Heimarbeit verpflichtet werden. Umgekehrt können Arbeitnehmer auch nicht ihren Arbeitgeber dazu zwingen, ihnen das Arbeiten von zu Hause aus zu erlauben. Sollte man sich auf Heimarbeit geeinigt haben, ist wichtig zu beachten, dass dort dieselben Regelungen gelten, wie an herkömmlichen Arbeitsplätzen, etwa wenn es um Arbeitszeiten oder Pausen geht.

    Bei Unfällen kann es allerdings heikel werden. "Zu beachten ist aber, dass die Abgrenzung zwischen dienstlicher und privater Tätigkeit im Homeoffice häufig schwer zu treffen ist“, schreibt beispielsweise die Industrie und Handelskammer München. So könne es für die Frage, ob ein Unfall auch ein Arbeitsunfall war, entscheidend sein, ob man sich in der Wohnung auf dem Weg zur Kaffeemaschine (privat) oder zum Drucker (dienstlich) verletzt habe.

    Die gute Nachricht: Der Heimarbeitsplatz lässt sich von der Steuer absetzten. Werbungskosten von maximal 1250 Euro können hierbei geltend gemacht werden und zwar auch dann, wenn das Homeoffice nicht das ganze Jahr genutzt wird. Wichtig: Es muss sich wirklich um einen Arbeitsplatz handeln. Ein Laptop, der im Wohnzimmer steht ist kein Homeoffice-Platz im steuerlichen Sinne.

    Zweitens: Vorbereiten!

    Vor der Arbeit im Homeoffice sollte geklärt werden, welche Programme benötigt werden und inwieweit Soft – und Hardware durch den Arbeitgeber gestellt werden. Experten raten davon ab, private Geräte für die berufliche Arbeit zu benutzten, vor allem aus Datenschutz - und Sicherheitsgründen.

    Sollte man aber aus irgendwelchen Gründen dennoch mit dem eigenen Gerät arbeiten, sollte man vorher Vorkehrungen treffen, zu denen gehört:

    - Das Betriebssystem und wichtige Software sollten auf dem aktuellen Stand sein.

    - Möglicherweise kann auch ein VPN-Dienst sinnvoll sein. Jeder Teilnehmer kann dadurch von zu Hause auf das Unternehmensnetzwerk zugreifen, als ob er in der Firma säße. Dokumente lassen sich so sicher übertragen. Allerdings muss diese Verbindung der Arbeitgeber einrichten.

    - IT-Sicherheit beachten - das gilt natürlich für jedes Arbeitsgerät und bringt uns zu Punkt 3…

    Drittens: Sicher arbeiten!

    Sorgen Sie auch bei ihrem Privatrechner dafür, dass ein Virenscanner auf dem Gerät installiert ist. Auf Windows-Systemen reicht in der Regel der bordeigene Windows Defender.

    Außerdem wichtig: Für die Kommunikation mit den Kollegen werden manchmal Apps bzw. Programme benötigt, die man oft neu einrichten muss. Dabei sollte auf ein gutes Passwort geachtet werden. Für die Passwortsicherheit gilt:

    - Je länger desto besser, je unsinniger desto sicherer.

    - Passwortmanager können helfen, sie kreieren zufällige und unknackbare Wortungetüme, die sich in diesen Programmen auch abspeichern lassen.

    - Wo es geht, Zweifaktorauthentifizierung aktivieren: Also neben dem Passwort noch ein zweites Merkmal, wie den Fingerabdruck, Authentifizierungs-App oder einen per SMS zugeschickten Zusatzcode verwenden.

    Übrigens: Mit firmeneigenen Passwörtern und anderen sensiblen Daten muss man auch in den eigenen vier Wänden sorgsam umgehen – daran ändert die Arbeitsumgebung nichts.

    Viertens: Effizient arbeiten!

    Es gibt eine Reihe von Programmen, die einem das Arbeiten von Zuhause erleichtern. Hierzu gehören:

    - Messenger wie Slack oder Microsoft Teams. Die EU-Kommission setzt bei ihren Mitarbeitern auf den als besonders datenschutzfreundlich geltenden Whatsapp-Konkurrenten Signal.

    - Tools für Videokonferenzen wie Zoom, Skype oder Hangouts oder Cisco Webex. Wobei es auch hier deutliche Unterschiede beim Datenschutz und Sicherheit gibt. Eine Datenschutz-freundliche Alternative kann die Open-Source-App Jitsi bzw. MEET sein.

    - Zudem gibt es mittlerweile eine Menge Tools, mit denen man digitale Post-It oder ToDo-Listen erstellen kann.

    - Auch analoge Post kann digital empfangen werden, etwa über den Dienst E-Post der deutschen Post.

    Fünftens: Konzentrieren!

    Manchen Menschen fällt es leichter, sich im Büro zu konzentrieren, andere wiederum sind im Home-Office effizienter. Klar ist: Es gibt viele Programme und Dienste, die einem dabei helfen können, bei der Sache zu bleiben. Drei Beispiele:

    - "Rescue Time" hilft einem dabei festzustellen, wie viel Zeit man wirklich mit Arbeiten verbringt und wie viel mit anderen Dingen. Zeitfresser lassen sich so leichter identifizieren und die Disziplin auch im Homeoffice aufrecht erhalten.

    - Mit "Focusme" lassen sich Anwendungen und Webseiten blockieren. Nützlich, wenn man im Homeoffice schon wieder zu viel auf Youtube & Co. prokrastiniert hat.

    - "Tomatotimer" ist ein Art Stoppuhr, der die Arbeitszeit in gleichlange Zeitabschnitte portioniert. Das Ganze geht zurück auf die Pomodoro-Technik, die in den 80er-Jahren entwickelt wurde.

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