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TikTok-Chef tritt nach nur 100 Tagen im Amt zurück | BR24

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Bildrechte: picture alliance/Xinhua

TikTok steht in den USA weiterhin in der Kritik

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    TikTok-Chef tritt nach nur 100 Tagen im Amt zurück

    Die chinesische Mutterfirma von TikTok hatte im Mai den Amerikaner Kevin Mayer zum CEO gemacht - wohl auch als taktischen Gründen, um den Streit mit der US-Regierung zu besänftigen. Nun schmeißt Mayer nach nur drei Monaten hin.

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    Von
    • Gregor Schmalzried

    Inmitten der wachsenden Unsicherheiten über die Lage von TikTok ist nun der CEO von TikTok zurückgetreten. Kevin Mayer war erst im Mai 2020 von der Walt Disney Company abgeworben worden, um die Social Media-Plattform zu leiten. Außerdem bekleidete er eine hohe Position in TikToks Mutterfirma ByteDance.

    Zukunft von TikTok weiterhin unsicher

    Die Einstellung des Amerikaners Kevin Mayer war zu Beginn seiner Amtszeit auch als Versuch verstanden worden, die in den USA umstrittene App von ihren starken Verbindungen nach China zu distanzieren. Als Unternehmen mit chinesischem Ursprung ist TikTok trotz seiner internationalen Nutzerbasis von den Apparaten der chinesischen Regierung abhängig.

    Die Folge davon: Die Trump-Regierung hat ein Verbot von TikTok in den Vereinigten Staaten angekündigt, sollte sich keine Lösung gefunden werden. Über eine solche wird nach wie vor aktiv diskutiert - etwa durch einen Verkauf von TikTok an ein amerikanisches Unternehmen wie Microsoft oder Oracle.

    Rückt ein Verbot näher?

    Kevin Mayers Rücktritt geschah wohl in Reaktion auf die zunehmend belastete Situation zwischen ByteDance und der amerikanischen Regierung. Die Financial Times berichtet, Mayer hätte das Ausmaß, in dem TikTok in die Spannungen zwischen China und den USA involviert sein würde, nicht vorhergesehen.

    Sollte TikTok in den USA tatsächlich verboten oder eingeschränkt werden, würde das wohl auch in anderen Ländern Folgen haben. Selbst wenn die App in Europa weiterhin verfügbar wäre, wäre sie für das Publikum hier wohl deutlich weniger attraktiv - nicht zuletzt, weil einige der in Europa erfolgreichsten TikTok-Macher aus den USA stammen.

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