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Testlabor: Keine gesundheitliche Auswirkung von 5G | BR24

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Ist 5G gefährlich? Die Wissenschaft mahnt zur Gelassenheit

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    Testlabor: Keine gesundheitliche Auswirkung von 5G

    Schadet der neue Mobilfunkstandard 5G der Gesundheit? Das Mobilfunk-Messlabor "Testlab" gibt Entwarnung.

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    Gerade wurden die Lizenzen für den Mobilfunkstandard 5G versteigert, der Aufbau des neuen Netzes kann nun losgehen. Mit 5G soll das mobile Internet noch schneller werden, Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde sollen erreicht werden. Damit könnte man Filme in Sekundenschnelle herunterladen. Wichtiger als die reine Download-Rate ist aber die geringere Latenz, sprich: Die Reaktionszeit ist erheblich niedriger als bei 4G-Netzen. Das soll Anwendungen ermöglichen, bei denen eine schnelle Reaktion vonnöten ist, etwa bei selbstfahrenden Autos oder in der Telemedizin.

    Engmaschigeres Netz, mehr Masten

    Gleichzeitig wächst die Sorge: Könnte das neue Netz der Gesundheit schaden? Das Bundesamt für Strahlenschutz rät zu einem "umsichtigen Ausbau" der 5G-Netze. Insgesamt seien aber keine Gesundheitsgefahren zu befürchten, solange die Grenzwerte eingehalten werden. Fakt ist aber: Die Reichweite insbesondere hoher 5G-Frequenzen ist recht gering. Die Netze müssen daher engmaschiger gebaut werden. Dazu wiederum braucht es mehr Funkmasten, die dann vermutlich auch eher in der Nähe von Menschen errichtet werden müssen.

    Wissenschaftler fordern Langzeitstudien

    Die allermeisten Wissenschaftler sehen dennoch keinen Anlass zur Panik, viele wünschen sich allerdings weitere Langzeitstudien. Nun hat "Testlab", das Testlabor der IT-Zeitschrift Connect, Entwarnung gegeben. "Mit seinen höheren Frequenzen braucht 5G zwar zum Teil deutlich mehr Funkzellen. Diese können jedoch mit vielfach geringerer Leistung strahlen, was die Belastung schon einmal reduziert", erklärte der Leiter des Labors, Bernd Theiss. Die Strahlung sei zudem zielgerichteter und werde direkt auf das Smartphone ausgerichtet. Auch dadurch sei die Strahlenbelastung für Menschen geringer als bisher.