BR24 Logo
BR24 Logo
Netzwelt

Studie: Viele Schüler lernen mit Youtube-Erklärvideos | BR24

© BR

Lifehacks, Schminktipps oder Musik-Videos - viele Kinder und Jugendliche können sich ein Leben ohne Youtube gar nicht mehr vorstellen. Eine Studie zeigt jetzt sogar: Sie nutzen die Plattform auch zum Lernen.

6
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Studie: Viele Schüler lernen mit Youtube-Erklärvideos

Lifehacks, Schminktipps oder Musik-Videos - viele Kinder und Jugendliche können sich ein Leben ohne Youtube gar nicht mehr vorstellen. Eine Studie zeigt jetzt sogar: Sie nutzen die Plattform auch zum Lernen.

6
Per Mail sharen
Teilen

Youtube ist für die meisten Kinder und Jugendlichen ein Leitmedium. Laut einer Studie des Rates für kulturelle Bildung nutzen 86 Prozent der 12- bis 19-Jährigen regelmäßig die Video-Plattform.

Kinder und Jugendliche nutzen Youtube zum Lernen

Doch das heißt noch lange nicht, dass sie Youtube nur zur Unterhaltung nutzen. Denn - und das wird sicherlich viele Eltern freuen - viele Kinder suchen auf Youtube auch gezielt Inhalte, um sich schlau zu machen. Die Hälfte davon lernt damit auch für die Schule, etwa um sich Inhalte erklären zu lassen, die sie im Unterricht nicht verstanden haben. Außerdem können die Videos bei den Hausaufgaben helfen.

Für Jugendliche ist Youtube also zur wichtigen Infoquelle geworden. Egal was, Youtube liefert die passende Lösung: Kochen, Wäschewaschen, Fahrrad reparieren – oder eben auch für den komplizierten Versuch in Physik.

Youtube kann Interesse für bestimmte Hobbies wecken

Zudem zeigt die Umfrage Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Youtube-Videos und bestimmten Hobbys und kreativen Tätigkeiten. So können die Videos das Interesse von Kindern und Jugendlichen für Musik, Film und Fotografie oder Tanzen steigern.

Youtube kommt bei den 12- bis 19-Jährigen bei der Nutzung gleich an zweiter Stelle nach WhatsApp und landet noch vor Instagram, Facebook oder Snapchat. 86 Prozent sagen, dass sie Youtube nutzen. (WhatsApp 92 Prozent, Instagram 61 %, Facebook 61 %, Snapchat 46 %).

Finanziert worden ist die Studie unter anderem von den Stiftungen von Bertelsmann und der Deutschen Bank. Für die Studie wurden gut 800 Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland befragt.

Bundesbildungsministerin rät zu gesunder Skepsis bei Youtube-Videos

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) rät Lehrern, Eltern und Schülern zu einer gesunden Skepsis bei der Nutzung von Youtube-Videos. Man müsse immer hinterfragen, ob die Informationen in den Videos tatsächlich zutreffend sind.

"Videos werden als Wissensquelle immer beliebter, weil Wissen in Videos oft sehr anschaulich vermittelt wird." CDU-Politikerin Karliczek

Die Schulverantwortlichen müssten den Schülern beibringen, wie sie nutzbringend, aber auch kritisch mit Informationen daraus umgingen.

Digitalpakt Schule will Schulen modernisieren

Darauf reagiere man auch mit dem Digitalpakt Schule: "Ein wesentlicher Bestandteil ist, dass die Länder sich verpflichten, das Lehrpersonal auch in dieser Hinsicht richtig zu schulen."

Über den "Digitalpakt Schule" stellt der Bund den Ländern fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Unter anderem für die Anschaffung von neuer Technik, die Einrichtung von Schul-WLAN oder auch für die Qualifizierung von Lehrern für den Umgang mit neuen Medien.