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Studie: Jugendliche spielen im Lockdown deutlich länger digital | BR24

© BR/ Sylvia Bentele

Jugendliche nutzen während des Lockdowns länger digitale Spiele

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    Studie: Jugendliche spielen im Lockdown deutlich länger digital

    Wegen geschlossener Schulen und fehlender Freizeitangebote mussten Kinder und Jugendliche während des Corona-Lockdowns mehr Zeit zuhause verbringen. Dabei griffen sie einer Studie zufolge länger zur Spielkonsole. Experten zeigen sich alarmiert.

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    Kinder und Jugendliche haben während des Corona-Lockdowns einer Studie zufolge 75 Prozent mehr Zeit mit digitalen Spielen verbracht als vorher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Krankenkasse DAK-Gesundheit zusammen mit Forschern des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die heute in Berlin vorgestellt werden soll.

    Durchschnittliche Spieldauer über zwei Stunden

    Demnach stieg bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren, die mindestens einmal pro Woche spielen, die Nutzungsdauer von digitalen Spielen auf Tablets, Smartphones, Spielkonsolen oder am PC deutlich an: Während im September vergangenen Jahres die durchschnittliche Spieldauer werktags noch bei 79 Minuten lag, kletterte sie im April - also rund vier Wochen nach Beginn des Corona-Lockdowns - auf 139 Minuten.

    "Unsere Studie zeigt, dass wir dringend ein verlässliches und umfassendes Frühwarnsystem gegen Mediensucht brauchen", sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm der Deutschen Presse-Agentur. Es dürfe nicht länger Zufall sein, Betroffene zu erkennen und ihnen Hilfsangebote zu machen. Neben Kindern wurden in der repräsentativen Untersuchung auch Erziehungsberechtigte in den rund 1.200 Familien befragt.

    Drogenbeauftragte fordert bessere Medienkompetenz

    Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), sprach angesichts der Zahlen von einem "heftigen Anstieg", der so nicht weitergehen dürfe. "Was wir brauchen, ist eine bessere Medienkompetenz, gerade bei Kindern und jungen Erwachsenen überall in Deutschland. Sie müssen wissen, wie viel noch okay ist und ab wann es zu viel wird", sagte Ludwig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Noch heute will die Drogenbeauftragte ebenfalls eine neue Kampagne zum gesunden Umgang mit digitalen Medien vorstellen.

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