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Sparkassen-App könnte Apple und Google Pay überflüssig machen | BR24

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Sparkassen-App

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    Sparkassen-App könnte Apple und Google Pay überflüssig machen

    Apple Pay kommt wahrscheinlich noch in diesem Jahr nach Deutschland. Google Pay läuft bereits seit Juni. Doch viele deutsche Banken haben längst ihr eigenes Mobile Payment. Jetzt starten auch die Sparkassen.

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    Insidern zufolge will Apple mit seinem Smartphone-Bezahlsystem im Herbst oder spätestens im Winter in Deutschland loslegen. Mitmachen wollen angeblich bislang nur einige wenige Geldinstitute, wie die Deutsche Bank, N26 oder die Sparkasse. Apple Pay soll auf Apple Watches funktionieren und auf den neueren iPhones. Auch bei Google sind nur wenige deutsche Banken mit an Bord, nämlich die Commerzbank und ihre Tochter Comdirect, sowie ebenfalls N26.

    Sparkassen-App in fünf Minuten eingerichtet

    Allerdings sind die deutschen Geldhäuser bereits selbst mit ihren Apps beim Mobile Payment aktiv. Die Deutsche Bank etwa bietet kontaktloses bezahlen mit dem Handy schon seit über einem Jahr an. Bei der Postbank geht dies seit dem letzten Herbst, bei den Volks- und Raiffeisenbanken seit dieser Woche. Nun sind außerdem die Sparkassen mit ihrem Angebot gestartet. Das Einrichten der App Mobiles Bezahlen funktionierte in einem eigenen Test reibungslos und war in nicht einmal fünf Minuten erledigt. Man tippt Kontonummer und Bankleitzahl (nicht IBAN) ein und bekommt eine einmalige TAN-Nummer zugeschickt, mit der man die App freischaltet. Fertig!

    Ladenpersonal hadert mit Handy-Bezahlung

    Etwas schwieriger erweist sich danach der Einsatz der App in den Geschäften. Theoretisch muss man sein Smartphone nur an ein Bezahlterminal halten – bei kleineren Beträgen ist noch nicht einmal ein Pin oder eine Unterschrift nötig. Doch funktionieren unterschiedlichen Berichten von Testern zufolge, die Terminals manchmal noch nicht richtig oder das Personal an der Kasse kommt mit dem Handy-Payment nicht wirklich zurecht. Ohnehin sind Studien zufolge bislang erst rund 60 Prozent der Kassenterminals in den Läden mit der NFC-Technologie ausgestattet. NFC steht dabei für Near Field Communication, eine Technik die Daten auf kurze Distanzen per Funk weiterreicht.

    Deutsche freunden sich mit Handy-Bezahlen langsam an

    Die Postbank hat eigens eine Studie verfasst, mit der sie eine zunehmende Akzeptanz der Deutschen beim Mobile Payment belegen will. Demnach steigt der Anteil der Nutzer rapide an, die das Bezahlen mit dem Handy nutzen, oder es zumindest ausprobieren wollen – auch wenn weiterhin kaum jemand hierzulande Bargeld abschaffen möchte. Allerdings gibt es bei den Nutzern auch unverändert große Sicherheitsbedenken, wie sich aus Umfragen etwa des Branchenverbandes Bitkom oder des Handelsforschungsinstituts ECC ergibt.

    Apple Kunden sind außen vor

    Kontaktloses Bezahlen geht derzeit in Deutschland nur mit Smartphones, die über ein Android-Betriebssystem verfügen. iPhone-Nutzer tun sich schwer, solange Apple Pay hierzulande nicht offiziell verfügbar ist. Möglich ist lediglich der Umweg über eine Kreditkarte bei nichtdeutschen Banken, etwa aus der Schweiz. Grundsätzlich braucht man zur Nutzung von Apple Pay genauso wie von Google Pay ein Kreditkartenkonto, von dem die entsprechenden Beträge dann abgebucht werden. Wer das Mobile Payment seiner Hausbank nutzt, spart sich ein solches Zweit-Konto und behält womöglich leichter den Überblick über seine Ausgaben. Außerdem bleiben die Daten bei der Hausbank und somit auf Servern in Deutschland. Womöglich sind das ja entscheidende Vorteile der Deutschen Kreditinstitute im Mobile-Payment-Wettbewerb gegen die US-amerikanischen Internetkonzernen.