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Social Media: Boom durch Corona-Krise | BR24

© BR/Kathrin Bohlmann

Youtube, Instagram und TikTok. Das sind DIE Plattformen der Jugendlichen. Seit Corona ist die Nutzung dieser Medien nochmal angestiegen. Allein Youtube verzeichnet nach eigenen Angaben während des Lockdowns einen Anstieg von 15 Prozent.

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Social Media: Boom durch Corona-Krise

Youtube, Instagram und TikTok. Das sind die Plattformen der Jugendlichen. Seit Corona ist die Nutzung dieser Medien nochmal angestiegen. Auch, wenn die Jungen dort auch Bildungsinhalte nutzen, sehen Experten den Boom teils kritisch.

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Der TikToker Skatschi aus Mittelfranken kann seinen Erfolg noch gar nicht richtig fassen. Der 27-Jährige aus der Nähe von Herzogenaurach spielt in kurzen, lustigen Videoclips Alltagsszenen nach.

Mehr als 400.000 Follower hat Skatschi mittlerweile auf dem digitalen Kanal TikTok. Im Februar waren es noch 10.000. Seine Clips erzielen jetzt insgesamt mehr als 90 Millionen Klicks. Die Corona-Krise hat ihm den Durchbruch gebracht. "Das macht mich wahnsinnig happy. Ich kann gar nicht ausdrücken, was in mir passiert. Das gibt mir so viel zurück!", sagt Skatschi.

83 Prozent der Jugendlichen nutzen Youtube zum Lernen

So wie dem Tik Toker Skatschi geht es zur Zeit vielen Influencern. Gerade in der Coronakrise nutzen viele Jugendliche Youtube, TikTok und Instagram. Laut einer Studie des medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest haben deutschlandweit 12- bis 19-Jährige im April dieses Jahres fast nur Youtube als digitales Lernangebot genutzt. Wikipedia, andere Onlineangebote sowie Dokus und Wissenssendungen im Fernsehen sind weit abgeschlagen.

Auch der Münchener Medienforscher Carsten Reinemann von der LMU beobachtet einen Boom von Youtube und Co. "Es ist eine unglaublich vielfältige Plattform, weil es da alle möglichen Formen von Inhalten gibt, die jedes Bedürfnis befriedigen." Gerade in einer Krise wie der Corona-Pandemie greifen wir auf die gewohnten Medien stärker zurück. Kinder und Jugendliche wollten sich gerade im Lockdown, als die Schulen geschlossen waren, beschäftigen. Das waren Youtube und TikTok gerade richtig.

Medienforscher warnt vor Marktmacht von Youtube

Aber nicht nur "just for fun" schauen sich die jungen Menschen die Clips auf den gängigen Plattformen an. Neben Musik-, Unterhaltungs- und sogenannten Let's Play-Videos sind auch bildungsbezogene Inhalte und Tutorials gefragt.

Aber der Medienforscher Carsten Reinemann warnt: Youtube habe als einzelne Plattform eine unglaubliche Marktmacht. Diese schon fast Monopolstellung sei gefährlich. "Ich sehe die Entwicklung durchaus kritisch. Man muss diese Frage nach der Marktmacht tatsächlich immer im Hinterkopf haben, wenn man daran denkt, wie dominant diese Plattform insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ist." Youtube und TikTok sollten nicht die einzige Informationsquelle für Kinder und Jugendliche sein.

Umstrittene TikTok-App wächst rasant

Den Kurzvideodienst aus China Tik Tok sieht der Münchner Medienforscher noch kritischer. Noch immer ist nicht klar, inwieweit die chinesische Regierung Einfluss nimmt auf die Inhalte. Das umstrittene Videoportal ist jünger und noch nicht ganz so erfolgreich wie Youtube, aber es wächst rasant, gerade in der Corona-Zeit. Vor allem bei jüngeren Usern wird Tik Tok immer beliebter.

Das spürt eben auch der fränkische Influencer Skatschi. Ihm geht es vor allem um den Spaß bei seinen TikTok-Clips. Leben kann er davon noch nicht. Aber der 27-Jährige hofft, dass er sein Hobby bald zum Beruf machen kann. Er ist auf gutem Weg, es zu schaffen. Die Klickzahlen sprechen für sich.

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