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So kann man das Abhören von Alexa-Mitschnitten stoppen | BR24

© dpa

Nutzer bekommen mehr Entscheidungsmacht über ihre Alexa-Daten

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    So kann man das Abhören von Alexa-Mitschnitten stoppen

    Amazon hat eine Funktion freigeschaltet, mit der Nutzer abschalten können, dass Alexa-Mitschnitte von Mitarbeitern abgehört werden. Löschen muss man Alexa-Gespräche aber trotzdem selbst. Auch Google und Apple haben reagiert.

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    Erst Apple, dann Google und jetzt Amazon: Alle drei Unternehmen reagieren auf die Kritik, die ihnen entgegenschlägt, weil sie Aufzeichnungen ihrer jeweiligen Sprachassistenten von Mitarbeitern auswerten lassen, um die Spracherkennung zu verbessern. Zuletzt war bekannt geworden, dass Amazon seine Mitarbeiter in Polen Alexa-Mitschnitte teilweise auch in Heimarbeit anhören lässt.

    Während Apple und Google angekündigt haben, dass sie die Auswertung von Mitschnitten durch Mitarbeiter erstmal pausieren werden, bietet Amazon seinen Kunden nun an, diese Option zu deaktivieren. Die Funktion wurde vergangenen Freitag freigeschaltet, sagte eine Amazon-Sprecherin laut der Agentur Bloomberg, die zuerst über die Änderung berichtet hatten.

    Abschalt-Funktion etwas versteckt

    "Wir nehmen den Datenschutz sehr ernst und überprüfen ständig unsere Praktiken und Verfahren", so die Amazon-Sprecherin. Das Unternehmen werde die Informationen für Nutzer erneuern, um deutlicher zu machen, wie Amazon mit Nutzerdaten umgeht.

    Die neue Abschalt-Option findet sich in den Datenschutz-Einstellungen von Alexa - und zwar unter dem Stichwort "Legen Sie fest, wie Ihre Daten Alexa verbessern sollen." Dort wurde eine Formulierung präzisiert: Es wird nun erklärt, dass Sprachaufnahmen "möglicherweise bei der Entwicklung neuer Funktionen verwendet" werden und hierbei auch "manuell überprüft" werden - sprich von Mitarbeitern angehört werden können.

    Davon ist laut Amazon aber nur ein "sehr kleiner Anteil" der Mitschnitte betroffen. Über dem Schalter zur Deaktivierung dieser Funktion, hat Amazon eine Art Warnhinweis platziert. Nämlich, dass das Ausschalten möglicherweise Spracherkennung und neue Funktionen einschränkt.

    Gespräche werden weiter auf Amazons Server gespeichert

    Dass Amazon seine Datenschutz-Optionen konkreter formuliert, war offenbar nötig. Vielen Nutzern war nicht bewusst, was genau sie in den Einstellungen eigentlich aus- und anschalten können, berichtet The Verge.

    Aber auch, wenn man die Weitergabe der Audioaufnahmen nun deaktivieren kann: Die Sprachaufnahmen sollen weiterhin standardmäßig auf den Servern von Amazon gespeichert werden. Wer seine Dialoge mit Alexa löschen möchte, kann dies zwar tun - dafür muss man jedoch jedes Mal die Einstellungen aufrufen und auf "Löschen" klicken.