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So erlebt das Netz die Landtagswahl in Bayern | BR24

© picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Jubel auf der Wahlparty der Grünen. Ihr Sieg wurde im Netz ausführlich dokumentiert.

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    So erlebt das Netz die Landtagswahl in Bayern

    Die CSU holt sich ein, zwei blaue Augen, die Grünen triumphieren und die bayerische SPD wird nach unten durchgereicht: Die Bayerische Landtagswahl ist reich an Siegern und Verlieren und elektrisiert das Netz. Ein Überblick.

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    "Analysieren", das war vermutlich das am häufigsten benutzte Wort des heutigen Wahlabends. Die CSU müsse ihr schwachen Ergebnis analysieren, meinte Vize-Ministerin Ilse Aigner, auch die SPD müsse ganz viel analysieren, so der Generalsekretär der Partei Uli Grötsch. Im Netz legt deswegen das unscheinbare Verb "analysieren" gerade eine beachtliche Karriere hin:

    Es folgt unsere Analyse der Reaktionen im Netz – sortiert nach Parteien:

    Die CSU

    Bereits im Vorfeld der Wahl kursierte ein Bild des IKEA-Möbelstücks "Söderhamn" durch das Netz. Jetzt ist wohl klar: Mit großer Wahrscheinlichkeit werden die bayerischen Bürger weiterhin Markus Söder als Ministerpräsident behalten. Im Netz wird dennoch spekuliert, wie lang er noch Ministerpräsident bleibt:

    Aufmerksame User finden außerdem nicht nur politische Gründe für die Verluste der CSU:

    Die Grünen

    Man muss nicht besonders tief analysieren um festzustellen: Die Grünen sind der große Gewinner des Abends. Im Netz wird der grüne Jubel sauber dokumentiert – Frame für Frame.

    Die SPD

    Die SPD hat in Bayern schon viele bittere Abende erleben dürfen, vor zehn Jahren holte der damalige Spitzenkandidaten Franz Maget 18,6 Prozent, damals machten Witze zum "Projekt 18" die Runde. Heute wären die bayerischen Genossen wohl überaus zufrieden, würden sie auch nur in die Nähe von 18 Prozent kommen. Die Bayerische SPD ist nur noch fünftstärkste Kraft und wurde regelrecht nach unten durchgereicht. Kaum ein Thema beschäftigt das Netz gerade mehr als der der Absturz der traditionsreichen Partei.

    Kleiner Lichtblick: Die sympathischste Internetseite im Bayern-Wahlkampf gehörte einer SPD-Kandidatin.

    Die Freien Wähler

    Markus Söder hat nach den ersten Hochrechnungen schon angedeutet, dass ihm eine Koalition mit den Freien Wählern am liebsten wäre. Im Netz sind aber nicht alle so sehr von der Partei und ihrem Spitzenkandidaten Hubert Aiwanger angetan:

    Die AfD

    Die neu im kommenden Landtag vertretene Partei hat ein schlechteres Ergebnis eingefahren als zur Bundestagswahl. Auch ein Mobilisierungsvideo von Alice Weidel, dass im Netz für Stirnrunzeln sorgte, konnte daran offenbar nichts mehr ändern.

    Die FDP & Die Linke

    Die Linke hat den Sprung über die 5 % Hürde deutlich verfehlt, die FDP sehen die Umfragen knapp im Landtag. Der Spitzenkandidat Martin Hagen beschwor auf seinen Plakaten eine „Politik mit Neuwagengeruch“, bekam im Netz jedoch weit weniger Aufmerksamkeit als vor einem Jahr #ThermiLindner.