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WhatsApp ist die meist genutzte Chat-App der Welt.

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    Sind WhatsApp-Chats wirklich geheim?

    Bislang hat WhatsApp behauptet, nicht einmal Mitarbeitende des Unternehmens seien in der Lage, Nachrichten der User zu lesen. Das ist aber nicht die ganze Wahrheit, wie das Magazin "ProPublica" herausgefunden hat. Und es gibt ein weiteres Problem.

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    Von
    • Marcus Schuler

    Die gute Nachricht lautet: Der Nachrichtenaustausch in WhatsApp ist verschlüsselt. Nach dem derzeitigen Wissensstand können Unterhaltungen weder von WhatsApp, seiner Muttergesellschaft Facebook noch von Polizei und Nachrichtendiensten mitgelesen werden. Wenn allerdings Nachrichten von Nutzern als anstößig gemeldet werden, werden diese von WhatsApp-Mitarbeitern gelesen.

    Das Magazin "ProPublica" hat in seinen Recherchen festgestellt, dass mehr als 1.000 externe Leiharbeitskräfte an drei verschiedenen Orten auf der Welt, jeden Tag Nachrichten von WhatsApp-Usern sichten und diese zum Beispiel nach sexueller Gewalt gegen Kinder oder nach Hinweisen auf Planungen von Terroranschlägen durchsuchen.

    14 Euro für WhatsApp-Moderatoren

    Diese mehr als 1.000 Inhalte-Moderatoren von WhatsApp seien auf Austin, Texas, das irische Dublin und Singapur verteilt. Diese Personen seien keine WhatsApp-Mitarbeitenden, sondern bei Drittfirmen angestellt, wie zum Beispiel der Unternehmensberatung "Accenture". Das Silicon Valley-Unternehmen vertraue, so die Kritik, hier zum Teil hochsensible Daten den Angestellten externer Firmen an. Der Einstiegsstundenlohn zur Begutachtung von Inhalten liegt laut "ProPublica" bei umgerechnet knapp 14 Euro die Stunde.

    Auch Metadaten sind verräterisch

    Der zweite Vorwurf, den "ProPublica" erhebt, lautet: WhatsApp sammle ungewöhnlich viele Metadaten seiner Nutzerinnen und Nutzer. "Mark Zuckerberg führt WhatsApp immer als Beispiel an, dass immer weniger Metadaten nötig seien. In Wahrheit sammelt WhatsApp mehr dieser Daten als jeder andere vergleichbare Dienst", so "ProPublica"-Autor Peter Elkind gegenüber der ARD.

    Und dazu gehören laut "ProPublica" die Identität von Absender und Empfänger, Telefonnummer, Profilfoto, Statusnachricht, Akkustand des Telefons, Sprache und Zeitzone sowie zugehörige Facebook-Konten. Facebook teilte in einer Stellungnahme gegenüber der ARD mit, die Meldefunktion verhindere den schlimmsten Missbrauch.

    Nutzerdaten und wie Unternehmen damit umgehen - das wird auch in den USA immer mehr zu einem großen Thema. Erst letzte Woche hat Apple eine geplante Scanfunktion von Bildern seiner User auf Eis gelegt. Das Unternehmen wollte Inhalte von sexueller Gewalt an Kindern ausfindig machen. Grund am Stopp der neuen Funktion war massive Kritik von Experten und Bürgerrechtsgruppen.

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