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Schutzmasken-Fakeangebote: Betrüger nutzen Coronavirus-Sorge aus | BR24

© LKA Niedersachen

Beispiel für einen professionell aussehenden Fake-Shop der beispielsweise Atemschutzmasken "verkauft".

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    Schutzmasken-Fakeangebote: Betrüger nutzen Coronavirus-Sorge aus

    Auch wenn keine Panik geboten ist: Sorgen macht sich so mancher wegen des Coronavirus doch. Sichtbar etwa an ausverkauften Atemschutzmasken. Betrüger nutzen diese Angst im Internet aus – mit finanziellen Folgen für ihre Opfer.

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    Wer aktuell in Apotheken, Drogerien oder sonstigen Läden eine Atemschutzmaske kaufen möchte, steht oft vor leeren Regalen. In Zeiten sich ausbreitender Coronavirus-Infektionen wollen viele Leute vorbereitet sein. Auch wenn der Nutzen von Masken und Desinfektionsmitteln laut Experten für Otto-Normal-Bürger sehr gering ist: Vorsicht ist besser als Nachsicht, sagt der Volksmund.

    Dieses Sicherheitsbedürfnis und die Sorge vor dem Virus nutzen schon jetzt Kriminelle aus. Wie das Landeskriminalamt Niedersachsen angibt, kursieren im Internet bereits sogenannte Fake-Shops, die begehrte Atemschutzmasken, aber auch weiteres vermeintliches Anti-Corona-Equipement wie Einweghandschuhe und Desinfektionsmittel anbieten.

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    Geld weg, keine Ware

    Wer dort bestellt, sollte nicht mit einer Warenlieferung rechnen. Die Betrüger dürften vielmehr nur das Geld ihrer besorgten "Kunden" einstecken– ohne Gegenleistung. Sollten Sie bereits Opfer der Masche geworden sein, empfiehlt es sich, die Zahlung über ihre Bank oder den Bezahl-Dienstleister zu stoppen oder rückgängig zu machen, falls möglich.

    Die Runde machen die falschen Shops ganz klassisch über Links in Spam-E-Mails. Dabei missbrauchen die Betrüger in den Mails gar Firmenadressen realer Unternehmen, um sich als seriös darzustellen. Auch die Website des Shops, über den das niedersächsische LKA beispielhaft berichtet, wirkt durchaus professionell.

    So schützen Sie sich

    Auf den ersten Eindruck kann man sich folglich nicht verlassen, wenn man solche Fakeshops erkennen möchte. Vielmehr gilt es daher die üblichen Regeln für Spam-, Phishing- und sonstige Betrugs-Mails zu beachten:

    1. Klicken Sie nur auf Links von Absendern, denen Sie vertrauen. Eine ungefragte Werbemail für aktuell begehrte Produkte, zum Beispiel Atemschutzmasken, sollte nicht zu den vertrauenswürdigen Quellen zählen.

    2. Kaufen Sie am besten nur in Shops ein, die Sie kennen und denen Sie vertrauen. Googlen Sie bei unbekannten Anbietern den Shopnamen und sehen Sie sich Medienbeiträge oder Erfahrungsberichte auf Bewertungswebsites oder in Foren an. Schon bei kleinen Anzeichen von Problemen bei einem unbekannten Shop sollten Sie auf eine Bestellung verzichten. Gibt es keine Berichte, ist das in der Regel auch kein gutes Zeichen.

    3. Achten Sie auf kleine Fehler: Rechtsschreibung, Grammatik, schwammige Formulierungen oder unscharfe Bilder können einen unseriösen Anbieter verraten. In der heutigen Zeit sind viele Betrüger jedoch sehr professionell und haben solche Fehler abgestellt. Auch vermeintliche Güte-Siegel auf der Website können gefälscht oder erfunden sein.

    4. Geben Sie niemals persönliche Daten auf Aufforderung in einer E-Mail oder ähnlichem weiter. Echte Banken, Behörden und seriöse Shops würden Sie nicht in einer schnellen E-Mail dazu auffordern, einen Link zu klicken und dort ihre Kontodaten anzugeben. Neben Fake-Shops sind im Coronavirus-Umfeld auch andere Betrugsmachen denkbar: Beispielsweise, dass sie in einer E-Mail vermeintlich im Namen eines Gesundheitsamtes aufgefordert werden, auf einen Link zu klicken und dort ihre Krankenversicherungsdaten anzugeben.

    5. Die wichtigste Regel: Wenn es etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, dann es meist auch nicht wahr. Jemand bietet ein Produkt zur Hälfte des regulären Preises an? Jemand verspricht anstrengungslosen Reichtum? Jemand hat als einziger noch Atemschutzmasken, die überall sonst vergriffen sind? Hier sollten Ihre inneren Alarmglocken schrillen. Bleiben Sie skeptisch!