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Sachsinger’s Security: Verwirrung um WhatsApp | BR24

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Christian Sachsinger

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    Sachsinger’s Security: Verwirrung um WhatsApp

    In den Online-Nachrichten versucht Christian Sachsinger das Dickicht der neuen Nutzerbedingungen bei WhatsApp zu lichten. Außerdem muss vor Tracking-Trick im App-Store gewarnt und Abschied vom Flash-Player gefeiert werden.

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    Von
    • Christian Sachsinger

    Es herrscht große Verwirrung und Verunsicherung im Netz wegen der neuen Nutzungsbedingungen, die WhatsApp seiner Kundschaft derzeit zum Abhaken bis spätestens 8. Februar präsentiert. Darin heißt es unter anderem, dass die Daten mit anderen Teilen des Facebook-Imperiums ausgetauscht werden könnten, um die Dienste zu betreiben, bereitzustellen, zu verbessern, zu verstehen, anzupassen, zu unterstützen und zu vermarkten.

    Wer dem nicht zustimmt riskiert, dass sein Account gesperrt wird. Womöglich sind die neuen Bedingungen aber halb so schlimm, wie befürchtet. Eine Unternehmenssprecherin betonte jedenfalls auf Twitter, dass keine Daten fließen würden, um zum Beispiel die Werbung besser zu personalisieren. Das steht tatsächlich auch so ähnlich in den neuen Regularien drin, dort heißt es wörtlich: »Keine der Informationen, die WhatsApp auf dieser Grundlage weitergibt, dürfen für die eigenen Zwecke der Facebook-Unternehmen verwendet werden.«

    Diese Einschränkung verdanken wir offenbar der Europäischen Datenschutzgrundverordnung, denn in nicht-europäischen Ländern hat WhatsApp den zitierten Zusatz nicht in die neuen Regularien reingeschrieben. Diese unterschiedliche Versionen haben zur allgemeinen Verwirrung beigetragen hat, diese unterschiedlichen Versionen.

    Und klar ist auch: bisher konnte man die Weitergabe seiner Daten untersagen – das geht jetzt offenbar nicht mehr.

    Tracking-Warnung bei Apple

    Eigentlich ist es ein löblicher Vorstoss von Apple. Mit dem Betriebssystem iOS 14 sollen App-Betreiber die explizite Erlaubnis der User einholen wenn sie diese tracken wollen. Aber das führt angeblich zu Tricksereien, mit denen Apples Datenschutzfunktion umgangen wird. Im Technologie-Blog Ars Technica wird berichtet, dass Spiele-App-Anbieter nun zum Beispiel Geräte-Fingerprinting nutzen. Bei dieser Methode werden die Nutzer und Nutzerinnen im Internet nicht mehr durch Cookies wiedererkannt, sondern durch die ganz speziellen Eigenschaften des Rechners, also etwa welches Betriebssystem der verwendet, wie er genau konfiguriert ist und welche Programme darauf laufen. Das sogenannte Fingerprinting wäre im App-Store zwar ebenfalls verboten, es lässt sich aber nur schwer nachweisen. Also wird Apples Datenschutz-Vorstoß womöglich nicht viel bringen.

    Abschied vom Flash-Player

    Seit dem 31. Dezember gibt es ihn jetzt endgültig nicht mehr und die Betreiberfirma Adobe blockiert ab 12. Januar - das ist der nächste Dienstag – auch die Ausführung solche Inhalte. Um den Computer sicher zu halten wird empfohlen, den Flash-Player zu deinstallieren. Den Meisten dürfte das Ende dieser Software ohnehin kaum auffallen - neue Flash-Inhalte gibt´s schon längst nicht mehr. Und in den gängigen Browsern wie Firefox oder Chrome konnte man Flash auch nicht mehr wirklich nutzen – höchstens über Umwege.

    Ein bisschen Wehmut ist dennoch erlaubt. Immerhin gab es viele lustige Spiele die durch dieses Programm jahrelang den Weg auf unsere Computer fanden und Youtube wäre ohne den Flash-Player vielleicht auch niemals groß geworden.

    Sicher(er) ins neue Jahr

    Google Chrome hat zum Beginn 2021 wieder nachgebessert, es gibt es ein Sicherheitsupdate für Desktop-Versionen des Browsers. Für Windows, macOS und Linux wurden mehrere Schwachstellen beseitigt. Auch die Android-Fassung wurde aktualisiert – allerdings hier nicht um Sicherheitslücken zu schließen, sondern lediglich, damit das Surfen schneller und stabiler funktioniert.

    Und auch Mozilla schraubt an der Sicherheit. Der reguläre Firefox und die Android-Version haben ebenfalls ein Neujahrs-Update bekommen.

    Weitere Ausgaben dieser Kolumne finden Sie hier.

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