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Killer’s Security: Cyberwar und Cybergeld | BR24

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Achim Killer

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Killer’s Security: Cyberwar und Cybergeld

In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über den US-Hack im Iran. Online-Bankräuber räumen weiterhin ab. Und deshalb werden neue Sicherungsverfahren für Internet-Konten eingeführt.

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Cyberwar

Krieg und Geld sind aktuell die beherrschenden Themen der Netzpolitik. Das US Cyber Command hat nach dem Abschuss einer amerikanischen Drohne über der Straße von Hormus iranische Computer zum Absturz gebracht, die Raketen oder Marschflugkörper steuern. Das berichtet unter anderem die Washington Post.

Zuck wird zum Fugger

Und Notenbanker in aller Welt sorgen sich wegen des Libra, des geplanten Facebook-Geldes. Der Konzern könne zu so etwas wie die Fugger des Cyberspace werden: Wenn er das Geld, das die Leute gegen Libras bei ihm eintauschen, in Anleihen anlegt, dann könne er ganze Staaten von sich abhängig machen. Das befürchtet Bundesbank-Vorstand Joachim Würmeling im Interview mit der FAZ. Und der Präsident Jens Weidmann tritt für eine globale Regulierung von Krypto-Währungen ein.

Online-Bankräuber räumen ab

Zu den Geldgeschäften, die Unsereins so macht, die meisten wahrscheinlich mit PIN und TAN. Das ist nicht mehr sicher - nicht grundsätzlich, sondern weil Telekommunikationsunternehmen oft schlampen und so die per SMS geschickten TANs, Transaktionsnummern, in falsche Hände geraten. Hat auch diese Woche wieder die R+V Assekuranz bestätigt, bei der viele Banken versichert sind. Um 5 Millionen Euro haben demnach Online-Bankräuber dieses Jahr die Kundschaft der R+V-Versicherung erleichtert. Im Vorjahr war’s gerade mal eine Million.

Neues Online-Banking

Ja und etliche TAN-Verfahren werden denn auch bald Geschichte sein. Bis Mitte September müssen die Geldhäuser Verfahren eingeführt haben, mit denen man als Online-Bankkunde Transaktionen, Überweisungen zum Beispiel, autorisieren kann und die ein Mindestmaß an Sicherheit bieten. Das schreibt die EU den Banken vor. Zwei Faktoren müssen dabei zum Einsatz kommen, also PC und Smartphone oder Passwort und Fingerabdruck oder Passwort und Einmal-Passwort. Das steht in den Broschüren drin, die man derzeit als Bankkunde zugeschickt bekommt, bloß halt oft nicht in verständlichem Deutsch, sondern im inhaltslosen Marketing-Slang. Wenn man die Wahl hat, sollte man sich ein Verfahren aussuchen, bei dem die beiden Faktoren für die Transaktionsfreigabe möglichst wenig mit einander zu tun haben. Also wenn zwei verschiedene Geräte dabei zum Einsatz kommen, dann ist das schon mal gut. Eine Banking-App auf dem Handy und noch eine Sicherheits-App auf dem gleichen Handy wiederum, das ist schon problematisch.

Outlook-Lücke

In Microsoft’s Mail-Programm Outlook für Android klafft eine schwere Sicherheitslücke. Bryan Appleby, ein weiser, ein guter Hacker, der diese Lücke entdeckt hat, sagt, er könne jemandem eine Mail aufs Android-Handy schicken und bekomme dann dessen gesamten Posteingangsordner retour. Microsoft hat er das schon vor längerer Zeit gesagt und deshalb hat Microsoft denn auch Outlook für Android repariert. In der Version 3.0.88 ist das Problem behoben.

Weitere Ausgaben von Killer' Security finden Sie hier.