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Die Challenge hat schon ihr Gutes, wenn am Ende ein bisschen weniger Müll in der Natur rumliegt.
© Stefan Sauer/dpa-Bildfunk

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Tobias Schießl
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Die Challenge hat schon ihr Gutes, wenn am Ende ein bisschen weniger Müll in der Natur rumliegt.

Menschen mit Müllsäcken sind normalerweise nicht gerade ein typisches Fotomotiv, das bei Plattformen wie Instagram oder Facebook die Likes und Herzchen abräumt. Gerade gehen solche Bilder aber viral, unter dem Hashtag #trashtag.

Mal wieder eine Challenge im Netz, diesmal aber eine, die am Ende nicht nur die Netzgemeinde unterhält, sondern von der sogar die Natur etwas hat. Leute sammeln draußen Müll ein und machen meist ein Vorher-/Nacher-Foto davon, das sie unter dem Hashtag dann auf den Plattformen posten.

Solche Vorher-/Nacher-Fotos hatte 2015 bereits der Umweltaktivist Steven Reinhold gepostet und dazu aufgerufen, es ihm nachzutun, verbunden mit einer kleinen Marketing-Aktion für einen Outdoor-Ausstatter: Man konnte Produkte des Ausstatters gewinnen.

Erst jetzt viral

Wirklich populär und zur Challenge wurde die Aktion erst jetzt, im März 2019. Der Facebook-Post (der Text des Posts wurde mittlerweile bearbeitet) landete auf der Seite "reddit", wo der Hashtag #trashtag für die Challenge vorgeschlagen wurde.

Schließlich verbreitete sich die Challenge unter dem Hashtag vor allem auf Facebook, Twitter und Instagram (dort sind es mittlerweile knapp 30.000 Beiträge), aber auch auf anderen Plattformen sind Beiträge zu dem Thmea zu finden. An der Challenge beteiligen sich Menschen aus der ganze Welt, zum Beispiel aus Indien aber auch Europa, Russland oder den USA.

Wirklich neu ist das Aufräumen von Müll in der Natur freilich nicht. In vielen Orten in Bayern räumen Freiwillige im Rahmen einer sogenannten "Rama dama"-Aktion, meist einmal im Jahr, den Müll weg, der die Natur verschmutzt.

Challenge mit positivem Effekt

Im Netz sind solche Aktionen allerdings erst jetzt so wirklich angekommen. Und wenn da sicher an der ein oder anderen Stelle ein bisschen Selbstdarstellung mitspielt, hat die #trashtag-Challenge wohl trotzdem einen positiven Effekt auf Mutter Natur.