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Prozess in München: HolidayCheck klagt gegen Fake-Bewertungen | BR24

© dpa/Andrea Warnecke

Produktbewertung im Internet mittels Sternen-Skala

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    Prozess in München: HolidayCheck klagt gegen Fake-Bewertungen

    Das Hotelbewertungsportal HolidayCheck zieht gegen mutmaßliche Fake-Bewertungen vor Gericht. Das beklagte Unternehmen soll einen Online-Shop für gekaufte, ausschließlich positive Bewertungen betreiben.

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    Gefälschte und gekaufte Hotel-Bewertungen sind für viele Urlauber ein Ärgernis. Das Thema wird jetzt in einem Zivilprozess vor dem Münchner Landgericht verhandelt. Das zum Medienkonzern Burda gehörende Urlaubsportal HolidayCheck hat die Firma Fivestar Marketing verklagt, die positive Fünf-Sterne-Bewertungen verkauft.

    Fünf-Sterne-Rating zum Festpreis

    HolidayCheck wirft dem Unternehmen mit Sitz im mittelamerikanischen Kleinstaat Belize vor, seine Bewertungen seien gefälscht. Fivestar Marketing erklärt auf seiner Webseite, es würden nur echte Bewertungen von seriösen Testern verkauft. Die Bewertungen werden für alle möglichen Branchen auf den gängigsten Websites zu Festpreisen verkauft. Ein Fünf-Sterne-Rating auf Amazon ist ab 22,95 Euro zu haben, auf Facebook ab 12,95 Euro.

    Fragliche Glaubwürdigkeit von Online-Bewertungen

    Negativ-Bewertungen im Netz können für Unternehmen Umsatzverluste nach sich ziehen. Häufig hinterlassen erboste Kunden schlechte Kommentare. Nicht selten sind jedoch auch negative Bewertungen gefälscht, erfunden von so genannten Trollen, die aus Freude an der Bosheit agieren. Viele Marketing-Fachleute halten Bewertungen im Internet deswegen generell für wenig zuverlässig.