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Pornhub im Visier

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    Pornhub kündigt nach massiver Kritik Regeländerungen an

    Pornhub, eine der größten Pornographie-Plattformen der Welt, steht seit Jahren in der Kritik, von Vergewaltigungsvideos und sexueller Ausbeutung zu profitieren. Jetzt will sich die Plattform bessern. Doch die Skepsis überwiegt.

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    Von
    • Gregor Schmalzried

    Die weltgrößte Porno-Plattform Pornhub hat umfangreiche Änderungen angekündigt, nachdem ein umfassender Bericht in der New York Times der Plattform vorwarf, mit Vergewaltigungsvideos und Kinderpornographie Geld zu verdienen.

    New York Times-Bericht deckt Vergewaltigungsvideos auf

    Pornhub ist eine der weltweit größten Internet-Plattformen für Pornographie und gehört zu den meistbesuchten Webseiten der Welt. Jeden Monat verzeichnet Pornhub mehr als 3,5 Milliarden Besuche. Das Mutterunternehmen MindGeek, das neben Pornhub auch weitere Porno-Seiten wie YouPorn und RedTube unterhält, beschäftigt tausende Mitarbeiter.

    Doch trotz des professionellen Image von Pornhub und seiner Mutterfirma steht die Plattform seit Jahren unter massiver Kritik. Immer wieder finden sich dort Videos von Minderjährigen oder von Opfern sexueller Ausbeutung. Pornhub zeigt sich bislang meist wenig kooperativ, wenn es darum geht, solche Inhalte zu löschen.

    Ein kürzlich erschienener Bericht der New York Times zeigte, dass Pornhub viele Vergewaltigungsvideos auf seiner Plattform zeigt - und daran Geld verdient. Als Reaktion auf den Artikel kündigten unter anderem MasterCard und Visa, bislang finanzielle Partner von Pornhub, an, ihre Verbindungen zu der Plattform zu überdenken.

    Umfassende neue Regeln für Pornhub

    Nun will MindGeek reagieren, und für Pornhub sowieso seine weiteren Porno-Plattformen neue Regeln aufstellen. In Zukunft sollen nur noch verifizierte Nutzer Videos hochladen können. Downloads von Videos sollen nicht mehr möglich sein. Und ein neu eingerichtetes Team von Content-Moderatoren soll das bereits bestehende Archiv auf Pornhub nach jeglichen Regelverstößen durchforsten.

    Wenn vollständig umgesetzt wären die neuen Regeln wohl die umfassendsten Änderungen in der Geschichte von Pornhub. Vor allem das Einschränken von Video-Uploads für nicht-verifizierte User dürfte Folgen haben - aktuell leben die meisten Porno-Plattformen von der großen Masse an Videos, die von tausenden nicht-kommerziellen Nutzern hochgeladen werden.