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Podcast "Umbruch": Was ist Bitcoin? Und wo ist Satoshi Nakamoto? | BR24

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Hat eine Berg - und Talfahrt hinter sich: Der Bitcoin

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    Podcast "Umbruch": Was ist Bitcoin? Und wo ist Satoshi Nakamoto?

    Er ist eines der größten Mysterien der Internet-Welt: Im B5-Digitalpodcast "Umbruch" geht es dieses Mal unter anderem um Satoshi Nakamoto, den Erfinder von Bitcoin. Niemand weiß, wer dieser Satoshi Nakamoto ist. Nun gibt es eine neue Spur.

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    Eigentlich geht es nur um 50 Bitcoins. Klar, 50 Bitcoins sind eine Menge Geld, insgesamt 400.000 Euro nach heutigem Stand. Und dennoch wäre es keine Nachricht wert. Es gibt aber einen nachvollziehbaren Grund, weshalb diese Transaktion das Internet in Aufruhr versetzt.

    Denn die Bitcoins lagen auf einem der ältesten Bitcoin-Konten überhaupt. 11 Jahr rührte sie niemand an – bis jetzt. Nun wird spekuliert, wer die 50 Bitcoins eingesackt haben könnte. War es vielleicht niemand geringeres als Satoshi Nakamoto?

    Der Banksy der Techwelt

    Dazu muss man wissen: Satoshi Nakamoto ist für die Techwelt das, was in der Kunstwelt Banksy ist - ein Mythos. Niemand weiß, wer sich hinter diesem Namen verbirgt. Ja man weiß nicht mal, ob Satoshi Nakamoto eine Person ist oder vielleicht eher ein Kollektiv.

    Was man weiß: Dieser Satoshi Nakamoto soll die Kryptowährung Bitcoin erfunden haben und Bitcoin wiederum elektrisiert seit Jahren die Tech- und die Finanzwelt.

    Bitcoin könnte irgendwann die 100.000-Euro-Marke knacken...

    Das liegt vor allem an der Wertsteigerung, die die virtuelle Währung über all die Jahre erfahren hat - auch wenn ein Bitcoin schon mal wesentlich mehr wert war als die 8.500 Euro, die er gerade ungefähr kostet. Möglicherweise wird der Bitcoin-Preis aber wieder anziehen.

    "Die Wahrscheinlichkeit ist da", sagt Mirko Dölle, Experte für Cyberwährungen bei der Computerzeitschrift c’t. "Bicoin ist ein deflationäre Währung. Die Menge ist auf 21 Millionen Bicoins festgelegt und das macht den Bitcoin zu einem knappen Gut." Und da die Nachfrage da ist, könnte der Preis steigen. Manche glauben, dass ein Bitcoin irgendwann mehr wert sein könnte als 100.000 Euro.

    ...oder gar nichts mehr wert sein

    Trotzdem: Wer in Bitcoins investiert, der hat keine Garantie, dass das Cybergeld von selbst immer wertvoller wird. Möglicherweise bricht der Bitcoin wieder ein und - wer weiß - vielleicht ist er irgendwann gar nichts mehr wert. Stabilisierenden Faktoren, wie beispielsweise eine Zentralbank, die hier regulierend eingreift, fehlen. Zudem ziehen Cyberwährungen immer noch eine Menge Glücksritter, Goldgräber, aber auch Betrüger an.

    Keine Polizei im Cyberspace

    Bitcoins werden zum Beispiel gerne bei Ransomware-Attacken verlangt, also bei Cyber-Erpressungsversuchen, bei denen die Festplatte verschlüsselt wird und die Nutzer Bitcoins überweisen sollen, um wieder an ihre Daten zu kommen. Sebastian Schreiber ist Chef der Tübinger Sicherheitsfirma Syss. Immer wieder bitten Kunden um Hilfe, wenn sie Opfer einer solchen Attacke geworden sind.

    Die höchste Lösegeldforderung, die ein Kunde bezahlen musste, waren 720.000 Euro. "Bei einer traditionellen Lösegeldübergabe da klicken die Handschellen, sobald die Polizei auftaucht. Im Cyberspace kann man aber mit Polizeiautos nicht hinfahren", sagt Schreiber.

    Und so dienen Bitcoins seit jeher auch zur Abwicklung von dubiosen Geschäften. Mit Bitcoins werden Drogen im Darknet bezahlt, damit werden Waffen gekauft oder eben Lösegeldforderungen beglichen.

    Satoshi Nakamoto bleibt ein Phantom

    Dass der Kurs von Bitcoin so stark schwankt, macht Bitcoin als Zahlungsmittel eher unattraktiv. Allerdings ist Bitcoin der Pionier schlechthin auf dem Gebiet der Digitalwährungen und von denen gibt es mittlerweile eine ganze Menge. Satoshi Nakamoto hat also definitiv für immer die Welt des Geldes verändert – und bleibt dennoch oder gerade deswegen, ein Phantom.

    Mehr über Bitcoin und Satoshi Nakamoto erfahren Sie in "Umbruch", dem Tech-Podcast von B5 aktuell. Hier werden Netzthemen so erklärt, dass alle sie verstehen. Sie finden den Podcast überall, wo es Podcasts gibt und können ihn hier abonnieren.

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