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Podcast "Umbruch": Roboter mit Fieberthermometer | BR24

© Tschiponnique Skupin/picture alliance/Geisler-Fotopress

Roboter werden in der Regel nicht beim Schmied gebaut. Das hier ist nur ein Photoshooting von einem Body-Painting-Event.

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    Podcast "Umbruch": Roboter mit Fieberthermometer

    Ob Roboter-Arme für die Fertigung oder medizinischer Assistent - Roboter stehen für Fortschritt und Innovation. Aber wie steht's um die Entwicklung wirklich? In den letzten Jahrzehnten hat die Robotik große Fortschritte gemacht, gerade in Bayern.

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    Roboter faszinieren Menschen seit langem, nicht nur in der Film-Geschichte von Metropolis bis i-Robot und Ex-Machina. Gerade dort, wo sie uns Arbeit abnehmen, das Leben leichter machen, dominieren nicht die dystopischen Erzählungen der Mensch-Maschinen, sondern Pragmatismus und Fortschritts-Optimismus.

    Lange verrichteten Roboter nur monotone Tätigkeiten, wie das Zusammenschweißen oder Einsetzen von großen Teilen in Autofabriken. In den letzten Jahrzehnten hat die Robotik, dank der Digitalisierung, aber große Fortschritte gemacht und zwar insbesondere in Bayern.

    Fortschritt aus Bayern

    High-Tech-Roboter mit ganz speziellen Eigenschaften werden etwa beim Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum in Oberpfaffenhofen bei München entwickelt. Gerd Hirzinger einer der Pioniere der Robotik, zeigt ein Exemplar, das nicht mehr nur aus einem simplen Greifarm besteht, sondern über einen - mehr oder weniger - kompletten Körper verfügt. Kopf, Rumpf, zwei Arme und Hände mit allerdings nur jeweils 4 Fingern. Jonglieren kann er trotzdem:

    "Wir sind drauf gekommen, dass 5 Finger redundant sind, also ein Finger mehr als nötig. Es hilft, um den Griff zu stabilisieren, aber mit 4 Fingern kann man sehr viel machen." - Gerd Hirzinger

    Einige Aufgaben sind für Roboter verdammt schwer

    Hände. Diese praktischen Dinger, die uns Menschen in den ersten Lebensmonaten vielleicht noch etwas unkoordiniert an den Armen herumhängen. Danach werden sie allerdings zu einem unserer Lieblingswerkzeuge im Alltag. Für Roboter etwas Vergleichbares zu entwickeln, ist eine wirklich schwierige Aufgabe. Der Augsburger Roboter-Hersteller Kuka versucht sich daran: Ein Roboter hält Gegenstände aus einer Schachtel mit einem Saugrüssel fest - oder mit einer Greifzange. Der Roboter muss also entscheiden, welches Werkzeug er für welches Objekt sinnvollerweise verwendet. Außerdem muss er den Inhalt der Kiste abscannen und sich überlegen, welchen Gegenstand er als erstes aufnimmt, welchen als zweites und so weiter.

    Eine Aufgabe, die Menschen intuitiv lösen können. In der mechanischen Welt sind dafür komplizierte Rechenvorgänge nötig. Wenn die reibungslos funktionieren, können Logistikkonzerne wie DHL oder Amazon einmal ihre Flut von Paketen von Robotern sortieren und in die richtigen LKWs verteilen lassen.

    Roboter als medizinische Assistenten

    In Garmisch-Patenkirchen testet die TU München unterdessen, wie Roboter zu medizinischen Assistenten gemacht werden können: Für viele Ärzte und Ärztinnen ist es ein großes Risiko Rachenabstriche, Fiebermessen und Abhören des Herzschlags bei möglicherweise infizierten Patienten durchzuführen. Das alles könnten Roboter übernehmen und die Ärzte könnten dabei aus der Ferne steuern und überwachen - via Internet und ohne Infektionsrisiko.

    Wie Roboter diese Tests meistern und ob sie vielleicht auch Corona-Tests durchführen könnten, erfahren Sie in "Umbruch", dem Tech-Podcast von B5 aktuell. Hier werden Netzthemen so erklärt, dass alle sie verstehen. Sie finden den Podcast überall, wo es Podcasts gibt und können ihn hier abonnieren.

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