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Podcast "Umbruch": Neue Aussichten mit Augmented Reality | BR24

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Ich sehe was, was Du nicht siehst: Augemnted Reallity, zu Deutsch „erweiterte Realität“ verspricht nichts geringeres als eine neue Art des Sehens. Was ist dran am Hype?

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Podcast "Umbruch": Neue Aussichten mit Augmented Reality

Ich sehe was, was Du nicht siehst: Augmented Reality, zu Deutsch "erweiterte Realität", verspricht nichts Geringeres als eine neue Art des Sehens. Was ist dran am Hype?

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Bei Augmented Reality werden den Nutzern – etwa mit Hilfe einer speziellen Datenbrille - zusätzliche Dinge ins Sichtfeld eingespielt, die es da im Prinzip gar nicht gibt. Im Jahr 2014 hatte Google versucht Nutzer mit einer Daten-Brille auf die Straßen zu schicken. Doch das Problem der "Google Glass" war, dass die Brille auch filmen konnte - und niemand genau wusste, wann sie das tat, die Bevölkerung reagierte extrem allergisch. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2019 und noch immer trauen sich die Tech-Konzerne nicht, mehr Endnutzer mit Datenbrillen auszustatten.

Hololens für 3.500 Dollar

Allerdings versucht man Firmenkunden die Sache schmackhaft zu machen. Microsoft hat seine Hololens 2 präsentiert. Demnächst soll sie für 3.500 Dollar auf den Markt kommen. Die Brille erfasst die Umgebung präzise in 3D, sie sieht was in einem Raum steht und wie sich der Nutzer oder die Nutzerin darin bewegt. Dabei werden selbst Fingerbewegungen so exakt registriert, dass man auf einer virtuellen Klaviertastatur spielen kann.

Abbiegepfeil auf der Fahrbahn

Augmented Reality greift dabei immer mehr um sich. Auch Autobauer versuchen, diese Technik für sich zu erschließen. Continental etwa hat eine Methode entwickelt, mit deren Hilfe sich Zeichen und Symbole direkt in die Windschutzscheibe einspiegeln lassen. Auf diese Art kann beispielsweise ein Navigationssystem den Abbiegepfeil so anzeigen, dass es für die Fahrer so aussieht, als würde dieser Pfeil tatsächlich auf der Fahrbahn liegen.

An interessanten Anwendungen herrscht kein Mangel

Solche Tricks könnten dabei nur der Anfang von Augmented Reality in den Fahrzeugen sein. "Wir hatten die Idee, dass die Fahrzeuge untereinander vernetzt sind und man sich dann zum Beispiel Musikvideos unter einander schicken kann, die dann direkt auf die Windschutzscheibe projiziert werden", erzählt Bettina Leuchtenberger von Continental. Natürlich soll diese Form des augmentierten Autofahrens nur in autonom fahrenden Autos möglich sein – aus Sicherheitsgründen.

Neben solchen Spielereien soll Augmented Reality schon bald im Alltag von Firmen vieles einfacher machen – in Fabriken etwa, wo ein Mechaniker sich über eine AR-Brille anzeigen lassen kann, welches Teil in einer defekten Maschine ausgewechselt werden muss. Oder auf dem Bau, wo in der Brille der unterirdische Verlauf von Rohre und Stromkabeln zu sehen sein könnte.

Wenn Sie mehr über Augmented Reality wissen möchten, dann legen wir Ihnen die aktuelle Folge des B5-Podcasts Umbruch ans Herz. Umbruch können Sie überall abonnieren wo es Podcasts gibt und natürlich auch im Podcast-Center des Bayerischen Rundfunks.