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Online-Supermärkten gehen die Liefertermine aus | BR24

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Supermärkte meiden, Lebensmittel online bestellen und nach Hause liefern lassen - das machen immer mehr Menschen während der Corona-Krise. Doch Supermarktketten und Onlineshops kommen der sprunghaft gestiegen Nachfrage kaum hinterher.

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Online-Supermärkten gehen die Liefertermine aus

Zuhause easy die Bestellung zusammenklicken statt vor leergehamsterten Klopapier-Regalen stehen: Die Online-Angebote von Supermärkten und andere Alternativen klingen verlockend. Nur mit den Lieferterminen sieht es düster aus. Ein Selbstversuch.

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Die gute Nachricht vorneweg - es ist Entspannung in Sicht: Laut Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) gibt es erste Anzeichen, dass Hamsterkäufe nachlassen und sich die Nachfrage nach Produkten wie Nudeln im Einzelhandel so langsam normalisiert.

Aber wie sieht die Situation im Online-Lebensmittelhandel aus? Wer liefert? Ist alles uneingeschränkt verfügbar? Und wie sieht es mit den Lieferterminen aus? Ein stichprobenartiger Check am Beispiel München für den 25. März:

  • Bringmeister (Edeka): Im Bringmeister-Online-Shop war eigentlich alles vorhanden, nur das besonders gefragte Toilettenpapier war zum Bestellzeitpunkt aus. Andere gefragte Artikel wie Nudeln waren jedoch bestellbar. Liefertermine konnten erst nach der ersten April-Woche ausgewählt werden.
  • Rewe: Im Rewe-Online-Shop war alles vorhanden – auch Toilettenpapier. Allerdings sind die Bestellmengen für besonders gefragte Artikel derzeit begrenzt. Zum Bestellzeitpunkt gab es Liefertermine erst Anfang April.
  • Real: Auch im Shop von Real sind alle Produkte vorhanden. Die Bestellmengen sind wie bei Rewe je nach Produkt begrenzt. Und auch hier kann frühestens Anfang April geliefert werden.
  • get now (Metro): Ähnlich verhält es sich beim Anbieter get now: Produkte alle vorhanden, aber begrenzte Bestellmengen und Lieferzeiten erst nach der ersten April-Woche.
  • MyTime: Bei diesem Anbieter ist alles bestellbar, ohne dass eine deutliche Begrenzung der Bestellmenge erkennbar ist. Allerdings werden derzeit gar keine freien Liefertermine angezeigt.
  • Amazon: Das Angebot für Prime Now-Kunden ist sehr begrenzt. Zwar können hier noch zeitnah Liefertermine ergattert werden, allerdings bekommt man hier statt Toilettenpapier derzeit höchstens Kosmetiktücher. Das Amazon fresh-Angebot zeigt sich genau umgekehrt: alles verfügbar, wenn auch mit Begrenzung der Bestellmengen – allerdings gerade gar keine Liefertermine verfügbar.

Meist keine schnelle Abhilfe

Dieser sehr subjektive Einblick deutet an: Mit viel Geduld kann man sich derzeit vielleicht den Gang in den Supermarkt sparen – sofern solche Lieferdienste überhaupt regional verfügbar sind. Eine schnelle Abhilfe sind sie zumindest gerade nicht.

Auch der Handelsverband Bayern beschreibt die aktuelle Situation wie folgt:

„Derzeit ist es so, dass bei den Lieferdiensten der großen Supermärkte, aber auch bei den kleinen Naturkostläden oder Bioläden, lange Lieferzeiten sind. Teilweise werden Kunden erst nach ein bis zwei Wochen bedient, und es sind auch nicht alle Artikel vorrätig oder es gibt eine Höchstbestellmenge.“ - Bernd Ohlmann, Handelsverband Bayern

Angebot regional sehr unterschiedlich

Nur wenige Anbieter beliefern ganz Bayern – die Informationen, wer wohin liefert, sind in der Regel auf der Webseite der Anbieter zu finden. Lieferzeiten und Angebot können je nach Region stark variieren. Die meisten Anbieter weisen in ihren Online-Shops derzeit auch auf ausgebuchte Liefer- und Bestellfenster hin, und dass sie ausgewählte Produkte auf geringere Bestellmengen (meist ein bis zwei Packungen pro Produkt) beschränken.

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