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Online-Shopping: Die fünf wichtigsten Tipps | BR24

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Die Gefahr ist groß, dass man beim Online-Shopping nicht den besten Preis erwischt. Aber man kann sich wehren.

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Online-Shopping: Die fünf wichtigsten Tipps

Einkaufen ist nicht mehr wie früher: Die Preise ändern sich ständig und Vergleichen fällt schwer. Tatsächlich gibt es eine große digitale Trickkiste, in die Onlinehändler greifen, um beim Verbraucher abzukassieren. Aber man kann sich wappnen.

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Natürlich haben sich auch früher schon in manchen Bereichen die Preise ständig geändert, etwa bei Tankstellen. Im BR-Podcast "Umbruch“, in dem es dieses Mal um Fallstricke beim Online-Shopping geht, erzählt eine ehemalige Tankstellenbetreiberin, wie man früher nach den Anrufen der Ölgesellschaften die Preisschilder austauschen musste.

Heute können sich die Preise viel schneller ändern und dabei können die Unterschiede dramatisch ausfallen. "Vor allem bei Mode- und Elektronik-Artikel werden Preise verändert", sagt Kerstin Dautzenberg von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Beim Online-Händler Zalando habe eine Hose beispielsweise 80 Euro gekostet und am nächsten Tag 180 Euro – ein Preissprung von 100 Euro. Immerhin: Individualisierte Preise, sprich, dass ein Produkt je nach Käufer mehr oder weniger kostet, habe man nicht feststellen können.

Amazon weiß, wo Sie letztes Jahr im Urlaub waren

Ein weiteres Thema, das viele Verbraucher umtreibt, ist die Tatsache, dass man beim Online-Shopping permanent verfolgt, vermessen und beobachtet wird, Stichwort: tracking.

"Amazon wusste, dass ich in Polen im Urlaub war, aber auch auf den Bahamas und kann vermuten, wie oft ich meine Eltern besuche, die in NRW leben." Katharina Nocun, Autorin

Für ihr Buch "Die Daten, die ich rief" hat sie sich von großen Internet-Konzernen ihre Daten zuschicken lassen, unter anderem auch von Amazon. "Ich konnte nicht nur sehen, was ich gekauft hatte, sondern alles, was mich jemals auch nur ansatzweise interessiert hat, wie viele Sekunden ich ein Produkt angeschaut habe, ob ich öfter hin und her verglichen habe", so die Datenschutz-Aktivistin. Amazon und andere Seiten verfolgen den Nutzer mit verschiedenen Tracking-Methoden durch das Netz.

Die fünf wichtigsten Tipps:

Damit Sie sich beim Online-Einkaufen nicht über den Tisch ziehen lassen, hier die fünf wichtigsten Tipps:

Erstens: Vergleichen Sie Preise!

Vergleichsportale sind zwar nicht immer neutral; so hat das Bundeskartellamt bereits festgestellt, dass sie mit Händlern kooperieren und manche günstige Angebote gar nicht aufnehmen.

Aber es ist immer noch besser, diese Portale zu nutzen, als gar nicht zu vergleichen.

Zweitens: Haben Sie Geduld!

Manchmal lohnt es sich zu beobachten, ob sich ein Preis mit der Zeit ändert. Im Netz gibt es zudem diverse Preisbeobachtungsdienste, die für Sie Preise beobachten und Sie auch informieren, sollte der Preis sinken. Die bekanntesten sind Camelcamelcamel und Keepa.

Drittens: Handy oder PC? Das kann einen Unterschied ausmachen!

Die Verbraucherzentrale NRW hat herausgefunden, dass es durchaus einen Unterschied machen kann, ob man mit dem Smartphone einkauft, oder vom Desktop-PC aus.

Viertens: Lassen Sie sich nicht beobachten!

Es kann sinnvoll sein, sich erst mit seinen persönlichen Daten einzuloggen, wenn es ans Bezahlen geht. Ansonsten kann der Shop Ihre Vorlieben analysieren und die Preise erhöhen. Zudem kann es hilfreich sein, zum Shoppen einen eigenen Browser zu benutzten, auf dem keine Cookies gespeichert sind.

Fünftens: Passen Sie auf bei Prime Day & Co.!

Beim jährlichen Aktionstag lockt Amazon mit vielen Sonderangeboten für Prime-Mitglieder. Allerdings ist nicht immer alles, wie es scheint: Nur weil ein Produkt als reduziert angezeigt wird, heißt das nicht, dass es nicht auf anderen Plattformen zu einem noch niedrigen Preis verfügbar ist. Nicht zuletzt, weil andere Online-Händler Amazon kontern wollen - und eigene Rabatt-Aktionen anbieten. Wo sich der Prime Day aber definitiv lohnt: Bei Amazon-eigenen Produkten.

Bei unserem Podcast „Umbruch“ erfahren Sie mehr über das Einkaufen im Netz. Sie können den Podcast hier abonnieren oder in ihrem Podcatcher nach "Umbruch" oder "Computermagazin" suchen.