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Killer's Security: Trojaner per Update | BR24

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Achim Killer

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    Killer's Security: Trojaner per Update

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer darüber, was man braucht und worauf man verzichten kann. Ein Handy-Bauer braucht Prozessoren und ein Betriebssystem. Huawei bekommt aber wohl keine mehr. Trojaner per Update wiederum braucht keiner.

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    Smartphones ohne Prozessor und Betriebssystem

    Grenzenlos ist das Internet, denkt man immer. Stimmt aber nicht. Auch da werden Mauern hochgezogen, aktuell um den chinesische Konzern Huawei herum. Seine Technik soll nicht in die künftigen 5G-Mobilfunknetze hinein, finden die Geheimdienste einiger Länder. Und außerdem solle US-Technik nicht in die Geräte und Komponenten von Huawei, meint Donald Trump.

    Diese Woche ist der Konflikt eskaliert: Google will und darf sein Handy-Betriebssystem Android künftig nicht mehr an Huawei lizenzieren. Und ARM wohl auch seine Prozessor-Technik nicht. Alle Handy-Prozessoren nutzen das ARM-Design. Das sind britische Entwickler, gehören zu einem japanischen Konzern und verwenden auch US-Technologie. Deshalb steht jetzt also der zweitgrößte Smartphone-Hersteller der Welt ohne Betriebssystem und ohne Prozessoren da – wird echt schwer, unter diesen Bedingungen Handys zu bauen.

    Trojaner per Sicherheits-Update

    Taiwan – da sitzen die Konzerne, die auf dem chinesischen Festland von Niedriglöhnern IT-Geräte zusammenstecken lassen, die Unsereins dann kauft. Einer davon ist Asus. Und bei Asus kann man derzeit exemplarisch beobachten, was einen künftig als Endanwender wohl häufiger beschäftigen wird: Der Konzern kriegt seine IT-Sicherheit einfach nicht in den Griff: Mal sind Hacker ins Unternehmensnetz eingedrungen, mal haben sie sich in die unsichere Datenübertragung zwischen Unternehmens-Servern und den Notebooks von Asus-Kunden eingeklinkt.

    Und immer haben sie Software-Updates bereit gehalten, die sie mit einem Trojaner infiziert haben: Als dann Asus-Notebooks Asus-Server kontaktierten, wurden an alle mit Trojanern infizierte Updates ausgeliefert. Das berichtet Sami Ruohonen von der finnischen IT-Sicherheitsfirma F-Secure. Ist ja schlimm genug, wenn man sich digitales Ungeziefer irgendwo im Netz zuzieht. Schad-Software ab Werk hat’s auch schon gegeben. Aber per Sicherheits-Update – das nun wirklich das Allerletzte.

    Gmail liest Emails aus

    Früher hat Google ja alle Mails, die man über seinen Dienst Gmail verschickt hat, gelesen und passende Werbung dazu gepackt. Werbung gibt’s immer noch. Aber vor ein paar Jahren hat der Konzern erklärt, er lese jetzt nicht mehr mit. Muss er eigentlich auch nicht, er weiß ja auch so genug über einen. Aber jetzt hat der US-Sender CNBC herausgefunden, dass Google fein säuberlich buchführt über alle Einkäufe, für die man sein Gmail-Konto verwendet. Unter diesem Link kann man sich das anschauen.

    Da findet man seine ganz persönliche Einkaufsliste. Völlig harmlos, sagt Google: Das Ganze diene nur dazu, dass man den Überblick behält. So eine Art Schuldnerberatung made in Mountain View quasi. Das Problem ist aber, dass man die Liste kaum gelöscht kriegt. Man müsste dazu auch alle Mails, mit denen man was bestellt hat, löschen. Schwer zu sagen, ob das ein jetzt ein besonders perfider oder bloß ein schlampiger Umgang mit persönlichen Daten ist.