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Neuer Streaming-Dienst: Apple einmal billig | BR24

© picture alliance /AP Images/Tony Avelar

Apple-Chef Tim Cook präsentiert das Programm von Apples neuem Streaming Dienst Apple TV Plus.

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    Neuer Streaming-Dienst: Apple einmal billig

    Ab heute bietet Apple sein Streaming-Angebot an - zu einem Kampfpreis. Dass der Dienst absehbar profitabel sein wird, glaubt kaum ein Experte. Dem Konzern geht es wohl auch um etwas anderes.

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    Dem Apple-Konzern geht es um "sowohl als auch": Sein neuer Streaming-Dienst bietet sowohl Klasse, sprich: hochkarätige Serien und Filme, aber auch Masse. Beides passt im Falle Apple gut zusammen, denn jeder, der ein Apple-Gerät kauft, bekommt das Videostreaming ein Jahr oben drauf - Kundenbindung.

    Fünf Euro im Monat - oder sogar kostenlos

    Das sei ein Grund, weshalb die Kalifornier mit einem Kampfpreis von knapp fünf Euro fürs Monatsabo in den Markt gingen, sagt der Analyst Rich Greenfield im Wirtschaftssender CNBC: "Jedes Jahr verkauft Apple 245 Millionen Geräte. Und jeder Käufer kann das Angebot ein Jahr umsonst nutzen. Apple will hier ein robustes Abo-Geschäft hochziehen. Man muss sich nur mal Apple Music anschauen, das schlägt zwar nicht Spotify ist aber die Nummer zwei auf dem Markt - und ist deutlich besser als Amazon Music. Apple baut da etwas sehr Fundiertes auf."

    Eigenproduktionen von Anfang an

    Apple TV Plus wird nur mit neun Produktionen starten, acht Serien und Filme sowie eine Doku. Das ist verglichen mit dem Angebot von Netflix oder Amazon quasi Pipifax. Carolina Milanesi, langjährige Analystin und gute Kennerin des Unternehmens, widerspricht. Das Angebot von fünf Euro im Monat sei ein "No-Brainer".

    Da müsse man nicht lange überlegen, weil das Monatsabo so viel kostet wie eine Tasse Kaffee oder die Leihgebühr für ein Video, sagt sie: "Ich muss mich gar nicht entscheiden, ob ich jetzt Netflix oder Hulu abonniere. Oder Disney oder Apple. Weil die Kosten so niedrig sind, muss man sich da keine großen Gedanken machen."

    Große Namen und Milliardeninvestitionen

    Jeden Monat, so verspricht Apple, sollen neue Produktionen dazukommen. Große Namen wurden verpflichtet: Steven Spielberg dreht eine Fantasy-Serie, Oprah Winfrey bespricht neue Bücher, und Reese Witherspoon und Jennifer Aniston sind in einer Serie über Intrigen im Frühstücksfernsehen zu sehen. Titel: "Morning Show".

    Sechs Milliarden Dollar will Apple nun jedes Jahr für die Produktion neuer Stoffe ausgeben. Zum Vergleich: Netflix gibt die doppelte Summe aus. Dass der Dienst in den nächsten Jahren profitabel sein wird, daran glaubt keiner - weder im Silicon Valley noch in Hollywood. Doch darum geht es Apple auch nicht. Erst einmal will der Konzern einen Fuß in die Tür bekommen. Denn schon in zwei Wochen startet in den USA der nächste Videostreaming-Dienst: Disney Plus.