BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© Picture Alliance
Bildrechte: Picture Alliance

Der umstrittene Internet-Zampano Kim Schmitz alias "Kim Dotcom".

5
Per Mail sharen

    Neuer BR-Podcast: Die Kim Dotcom Story

    Arrogant und größenwahnsinnig? Oder doch innovativ und visionär? Kaum eine Internet-Persönlichkeit polarisiert so sehr wie Kim Schmitz, besser bekannt als Kim Dotcom. Ein BR-Podcast zeichnet nun das Leben des schillernden Unternehmers nach.

    5
    Per Mail sharen
    Von
    • Christian Schiffer

    Am 19. Januar 2012 seilen sich in Neuseeland schwerbewaffnete Polizeieinheiten über dem Anwesen von Kim Schmitz ab. Der gebürtige Kieler mit der hünenhaften Statur, der eigentlich immer in schwarz gekleidet ist, wird verhaftet. Schnell gehen Bilder um die Welt, die zeigen, wie der rosafarbene Cadillac des schwer reichen Internet-Unternehmers konfisziert wird, begleitet von Häme und Spott im Netz.

    Aufstieg und Fall von Kim Dotcom

    Die Razzia zeigt: Kim Schmitz, zu diesem Zeitpunkt schon längst besser bekannt als Kim Dotcom, ist zu weit gegangen und hat sich viele mächtige Feinde gemacht, insbesondere in der Filmindustrie. Jahre vorher hat er den Filesharing-Dienst Megaupload gegründet, wo man Dateien hochladen kann – und dabei handelt es sich oft um urheberechtlich geschützte Filme. Zu seinen Hochzeiten wird Megaupload 50 Millionen mal am Tag angeklickt und Kim Dotcom schwer reich.

    Großmaul, Zampano & kriminell?

    Seit seiner spektakulären Verhaftung kämpft Kim Schmitz gegen die Auslieferung an die USA, wo ihm lebenslange Haft droht. Heute meldet sich das einstige Enfant terrible der deutschen Start-up-Szene bisweilen in Clubhouse-Talks zu Wort, insgesamt ist es aber ruhiger geworden um Schmitz. Kein Vergleich zu den 90ern, als Schmitz zwei mal zu Gast bei Harald Schmid war und im Münchner Nobelclub P1 den Champagner sprudeln lies. Oder zu den Zehnerjahren, als er die berüchtigte Gunball-Rally gewann, zum besten Call-of-Duty-Spieler der Welt avancierte, Musikvideos aufnahm und rauschende Partys feierte.

    Kim Schmitz ist anders

    Kim Schmitz ist also einer, der schon immer gerne aneckt, einer, der das Kunststück fertiggebracht hat, in der Hackerszene genau so unbeliebt zu sein wie bei der Urheberrechtslobby. Er ist aber zugleich auch einer, der immer wieder ein Gespür für Trends hat, dem es immer wieder gelingt, im Netz die richtige Welle zu reiten. Und er ist einer, der anders ist als all die verhuschten Programmierer und stromlinierförmigen Start-up-Gründer.

    Nun widmet sich eine mehrteilige Podcast-Serie dem Aufstieg und Fall von Kim Schmitz, alias Kim Dotcom. Es geht um illegale Diskettentauschpartys in den 90ern, den Goldrausch des Dotcom-Booms, um die Copyright-Kriege. Die Story von Kim Dotcom ist auch die Geschichte des Internets – und mindestens genau so verrückt.

    Den BR-Podcast "Wild Wild Web - Die Kim Dotcom Story" können Sie hier abonnieren.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!