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WhatsApps neue AGBs

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    Neue Nutzungsbedingungen: WhatsApp schickt Daten an Facebook

    Die jetzt anstehenden neuen Nutzungsbedingungen von WhatsApp machen klar: Facebook behält es sich vor, Daten zwischen WhatsApp und Facebook auszutauschen. User finden das nicht gut.

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    Von
    • Gregor Schmalzried
    • Anna Bühler
    • Christian Sachsinger

    Wer den Messaging-Dienst WhatsApp nach dem 15. Mai noch im vollen Umfang nutzen will, muss dessen neuen Nutzungsrichtlinien bis dahin zustimmen. Und die haben es in sich.

    "Als Teil der Facebook-Unternehmen erhält WhatsApp Informationen von anderen Facebook-Unternehmen und teilt auch Informationen mit anderen Facebook-Unternehmen." Nutzungsbedingungen WhatsApp

    Das bedeutet: WhatsApp kann Daten aus WhatsApp-Profilen mit Daten aus Facebook- oder Instagram-Profilen verknüpfen und so ein umfassendes Bild seiner Nutzer erstellen. Technisch denkbar sind etwa Telefonnummern, Telefonnummern von Kontakten, Profilbilder und wann ein Kontakt online oder offline ist.

    Darf Facebook Daten austauschen?

    Dass Facebook möglicherweise Daten zwischen WhatsApp und dem Mutterkonzern Facebook austauscht, ist seit Jahren ein kontroverses Thema. Denn Datenschutz und Wettbewerbsrecht geraten durch Facebooks mögliches Monopol in Gefahr.

    Erst 2017 hatte die Europäische Union Facebook zu einer Strafe von 110 Millionen Euro verurteilt, weil Facebook zum möglichen Datenaustausch zwischen Facebook und WhatsApp falsche Angaben gemacht hatte. 2019 hatte das Bundeskartellamt erfolglos versucht, Facebook am Zusammenführen seiner verschiedenen Apps zu hindern.

    Facebook will eine Super-App

    Stattdessen marschiert Facebook in die genau entgegengesetzte Richtung und vernetzt seine Apps Facebook, Instagram, Messenger und WhatsApp immer enger miteinander. Seit letztem Jahr kann man zum Beispiel private Nachrichten zwischen Instagram und Messenger hin und her senden.

    Der Facebook-Konzern handelt jetzt auch deshalb, weil es bald dafür zu spät sein könnte. In den USA steht Facebook am Anfang eines möglicherweise jahrelangen Rechtsstreits, in dem Facebook dazu gezwungen werden könnte, die Käufe von Instagram und WhatsApp rückgängig zu machen. Und je enger die Apps jetzt miteinander verzahnt sind, desto schwieriger könnte es hinterher werden, sie wieder voneinander zu trennen.

    Viele Nutzer wanderten ab

    WhatsApp ist mit mehr als zwei Milliarden Nutzern der weltweit erfolgreichste Chatdienst gefolgt vom Facebook Messenger (1,3 Milliarden). In den vergangenen Monaten hatten WhatsApp-Rivalen wie Telegram, Signal oder Threema einen starken Zulauf gemeldet - weil Nutzer WhatsApp nach der Ankündigung der neuen Datenschutz-Richtlinie verließen.

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