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"Lässt mich verzweifeln": Netzreaktionen zu Schüssen in Halle | BR24

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MDR-Reporterin Julia Grünwald mit aktuellen Einschätzungen aus Halle/Saale.

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"Lässt mich verzweifeln": Netzreaktionen zu Schüssen in Halle

In Halle/Saale wurden zwei Menschen unweit einer Synagoge erschossen. Ob es sich um einen gezielt antisemitischen Anschlag handelt, ist unklar. Die Menschen sind geschockt und wählen im Netz teils drastische Worte zur Sicherheit jüdischen Lebens.

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Nach dem Anschlag bei der Synagoge in Halle/Saale zeigt sich das deutschsprachige Netz entsetzt. Wenngleich die Hintergründe der Tat nach wie vor unklar sind, empfinden viele die Tat am jüdischen Jom-Kippur-Feiertag vor allem vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte als erschütternd.

Die deutsche Journalistin Gilda Sahebi formuliert: "‘Nie wieder‘ gilt nicht mehr"

Auch Timo Wölken, EU-Abgeordneter der SPD, konstatiert, dass Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland nicht mehr sicher seien.

Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, sieht den Anschlag als Beleg dafür, dass Antisemitismus in Deutschland eine reale Gefahr und der Polizeischutz für jüdische Einrichtungen nicht grundlos sei:

Halles Erzbischof Heiner Koch zeigt sich "verzweifelt", angesichts der Bedrohungslage für Juden in Deutschland:

Marina Weisband, selbst Jüdin, berichtet von eigenen Erfahrungen mit Antisemitismus und Angst vor Gewalt:

Andere Nutzer denken dagegen zunächst an die Einsatzkräfte und Menschen vor Ort. So auch der Satiriker Shahak Shapira, der in Israel geboren wurde und selbst in Sachsen-Anhalt lebte:

Auch Twitter-Nutzer Christian Storch drückt seinen Dank aus:

Trotz einer zunächst unsicheren Informationslage blieben auch schnelle politische Instrumentalisierungen des Anschlags nicht aus. So nutzte der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Hess den Anschlag für eine Spitze gegen Innenminister Horst Seehofer:

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christoph Hoffmann nutzte die Tat dagegen für einen Angriff auf die AfD:

Und trotz allem gibt es am Ende auch im Netz noch Hoffnung, wie hier im Tweet des CDU-Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker: