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Nach Google fotografiert jetzt auch Apple deutsche Straßen | BR24

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Apple Auto

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    Nach Google fotografiert jetzt auch Apple deutsche Straßen

    Google hat es mit seinen Kamerawagen vorgemacht. Jetzt schickt Apple ähnliche Fahrzeuge durch Deutschland. Die rund 80 Apple-Autos werden auch in Bayern unterwegs sein, um Straßen und Häuserfassaden abzulichten.

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    Es ist ein heikles Unterfangen: deutsche Straßen abzufotorafieren, um dann die Fassaden, Hauseingänge und geparkten Autos im Internet zu zeigen. Google hatte sich mit seinem Dienst Streetview vor gut zehn Jahren damit viel Ärger eingehandelt. Viele Deutsche schätzten es nicht sonderlich, wenn ihre Privatsphäre derart tangiert wird. Google musste immer wieder Straßen und ganze Stadtviertel verpixeln, also unkenntlich machen.

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    3D-Kartendienst in Bayern

    Inzwischen hat sich die Aufregung weitgehend gelegt. Man hat sich hierzulande offenbar an die Online-Präsenz von Häuserfassaden gewöhnt … scheint man sich bei Apple zu sagen. Der iPhone-Hersteller will Google nun Konkurrenz machen mit seinem neuen Dienst Look Around, den das Unternehmen im Juni auf der Entwicklerkonferenz WWDC angekündigt hatte.

    Apple schickt Autos in rund 100 bayerische Städte und Landkreise

    Ab Montag schickt Apple deshalb eigene Kamerawagen durch alle 16 Bundesländer. In Bayern werden rund 100 Städte und Landkreise abfotografiert. Die genau Liste gibt es hier. Die Apple-Autos sollen bis Mitte September durch ganz Deutschland rollen. Die Fahrzeuge verfügen dabei, außer über Kameras, auch über Laser-Radar, um die Umgebung in 3D abzutasten. Die Autos protokollieren zudem per GPS ständig ihren Aufenthaltsort.

    Auf Datenschutzbedenken wird angeblich Rücksicht genommen

    Gesichter und Autokennzeichen sollen bei Look Around – genau wie bei Googles Street View – automatisch unkenntlich gemacht werden. Als die Software dafür in San Francisco eingesetzt wurde, erreichte sie nach Apple-Angaben beim Verpixeln eine Trefferquote von fast 100 Prozent. Bedenken von Bürgern will man aber auch nachträglich Rechnung tragen. Wer nachfragen oder löschen lassen will, kann sich an Apple per Mail wenden (mapsimagecollection@apple.com). Für eine Beschwerde muss man den Ort und den ungefähren Zeitpunkt der Aufnahme wissen.

    Wenig Konkretes zu den Löschmöglichkeiten

    Unklar ist allerdings ob nur einzelne Gesichter und Nummernschilder unkenntlich gemacht werden, oder ob auch vorgesehen ist, ganze Gebäude oder Straßenzüge auf Wunsch nachträglich zu verpixeln. Auf der Homepage gibt es dazu keine exakten Angaben. Und eine konkrete Anfrage des Bayerischen Rundfunks bei Apple dazu blieb unbeantwortet. Klar scheint indes: die Fotos werden auf den Server des Konzerns in den USA hochgeladen.

    Deutschland ist bei Look Around Nachzügler

    Die Apple-Autos waren in anderen europäischen Ländern schon in den letzten Monaten unterwegs, nämlich in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Kroatien und Slowenien. Wann Apple mit seinem Dienst Look Around zur dreidimensionalen Darstellung von Straßen und Häusern in Europa online geht, ist unklar. Look Around gehört zwar zum neuen Kartendienst von Apple, der mit dem neuen Betriebssystem iOS 13 im Herbst erscheinen wird. Aber deutsche Strassen werden zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht zu sehen sein.