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WhatsApp-Lücke
© picture alliance
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WhatsApp-Lücke

WhatsApp hat seine Lücke geschlossen und empfiehlt nun dringend die Software zu updaten, damit der Nutzer wirklich wieder sicher ist. Generell werden Aktualisierungen der App automatisch durchgeführt. Allerdings gibt es auch Einstellungen, Updates zum Beispiel nur in einem WLAN-Netz durchführen zu lassen. Wer die letzte Zeit unterwegs war, hat also womöglich doch noch die alte Version von WhatsApp auf dem Smartphone.

Zur Sicherheit kann man das Update noch einmal manuell durchführen.

Unter iOS:

  1. App Store öffnen und Updates öffnen
  2. In der Liste nach Whatsapp suchen
  3. Auf Update tippen

Unter Android:

  1. Play Store Öffnen und dort „Meine Apps und Spiele“ auswählen
  2. Unter Aktualisierungen nachschauen, ob Whatsapp aufgeführt ist
  3. Falls ja: auf Aktualisieren tippen, Falls Nein: alles OK

Wer ganz sicher gehen will, schaut nochmal bei "Meine Apps und Spiele“ in der Liste "Installiert“ nach. Wenn dort "öffnen“ steht, ist alles in Ordnung.

Welche Version installiert ist, lässt sich auch extra nachschauen, im Store auf die App tippen und dann auf "weitere Infos“. Aktuell und "sauber“ sind:

  • Android: v2.19.134
  • Business für Android: v2.19.44
  • iOS: v2.19.51
  • Business für iOS: v2.19.51
  • Tizen: v2.18.15
  • Windows Phone: v2.18.348

Betriebssystem aktualisieren – aber wie?

Facebook, als Muttergesellschaft von WhatsApp, empfiehlt auch das Betriebssystem, egal ob Android oder iOS, zu aktualisieren. Das geht allerdings nicht so ohne Weiteres. Denn hier ist man auf den Gerätehersteller angewiesen. Und bis Samsung, Apple oder Huawei reagiert und die Betriebssysteme für die jeweils unterschiedlichen Modelle auf den neuesten Stand gebracht haben, kann viel Zeit vergehen. Manche ältere Modelle werden womöglich gar nicht mehr upgedatet.

0815-User nicht unbedingt im Visier

Die Lücke bei WhatsApp wurde mit Hilfe einer speziellen Software ausgenützt. Im Verdacht dieses Programm geschrieben zu haben, steht die israelische Firma NSO. Die liefert ihre Hacker-Tool insbesondere an Spionagedienste und verlangt dafür viel Geld. Die Gefahr als Durchschnittsnutzer gezielt angegriffen zu werden, ist eher gering. Im Visier stand zum Beispiel angeblich ein Menschenrechtsanwalt, der zudem gegen die Firma NSO vor Gericht geklagt hatte. Generell zeigt die WhatsApp-Lücke aber auch: ein Smartphone kann sich schnell zur Wanze verwandeln und wer es mit sich herumträgt, offenbart sich der Außenwelt komplett.