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Menschen in Bayern sind digital aktiver als Bundesdurchschnitt | BR24

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Digitalisierung - aus der Schule nicht mehr wegzudenken

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    Menschen in Bayern sind digital aktiver als Bundesdurchschnitt

    In Sachen Digitalisierung liegen die Bayerinnen und Bayern knapp über den Nutzungsraten der Deutschen im Durchschnitt. Das ergibt eine Studie im Auftrag des Bayerischen Digitalministeriums. Doch der Befund legt auch zahlreiche Defizite offen.

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    Von
    • Gregor Schmalzried

    Jedes Jahr veröffentlicht die Initiative D21 den Digital-Index, der den Stand der Digitalisierung in Deutschland untersucht. Im Auftrag des Bayerischen Digitalministeriums ist in der aktuellen Studie ein genauerer Befund entstanden, der konkret den Stand der Digitalisierung in Bayern unter die Lupe nimmt. Stand der Studie ist Sommer 2020. Auf einer virtuellen Pressekonferenz wurden die Ergebnisse nun von Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach und Lena Sophie-Müller von der Initiative 21 vorgestellt.

    Bayern knapp vor Bundesdurchschnitt

    "Die Bayern sind ein ganz schönes Stück selbstverständlicher im digitalen Ökosystem unterwegs als der Rest von Deutschland", so Digitalministerin Judith Gerlach. Die Menschen in Bayern seien im Netz "aktiv, kompetent und aufgeschlossen".

    Gerade bei digitalen Kompetenzen liegt Bayern vorne: So geben beispielsweise 83 Prozent der Menschen in Bayern an, Internetrecherchen durchführen zu können. Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 76 Prozent. Anderswo sind die Unterschiede jedoch kaum sichtbar: Insgesamt nutzen 89 Prozent der Menschen in Bayern das Internet, bundesweit sind es 88 Prozent.

    Altersgrenzen sichtbar

    Die Studie zeigt aber auch enorme Grenzen zwischen den Altersgruppen auf. Während junge Menschen überwiegend positiv auf die Digitalisierung blicken, fühlen sich ältere Menschen oft alleingelassen. Nur 33 Prozent der Über-65-Jährigen in Bayern glauben, dass sie persönlich insgesamt von der Digitalisierung profitieren. Unter den 14-29-Jährigen sind es 86 Prozent.

    Auch glauben nur 20 Prozent der Senioren, dass sie sich durch das Internet gesellschaftlich einbringen und vernetzen können. Insgesamt stehen 12 Prozent der Menschen in Bayern komplett im "Digitalen Abseits", so die Studie.

    Es bleiben Defizite

    Insgesamt macht die Studie aber auch die Defizite der stotternden Digitalisierung sichtbar: So finden 42 Prozent der Menschen in Bayern, dass die Schulen die benötigten Fähigkeiten im Umgang mit der Digitalisierung vermitteln. Auch die Zahl der Menschen, die das Internet für digitale Behördengänge nutzen, liegt nur bei 42 Prozent.

    Und auch bei der Netzkompetenz gibt es Arbeit: Nur 59 Prozent der Menschen in Bayern geben an, seriöse von unseriösen Nachrichten im Internet unterscheiden zu können.

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