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Ethereum ist die zweitgrößte Kryptowährung der Welt

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    Kryptowährung Ethereum soll schneller grün werden

    Schon seit längerem will die zweitgrößte Kryptowährung der Welt auf das umweltfreundliche "Proof-of-Stake"-Prinzip wechseln. Das Ethereum-Netzwerk soll dann nur noch so viel Energie verbrauchen wie ein 2.000-Seelen-Dorf.

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    Von
    • Christian Schiffer

    Am 12. Mai konnten sich die Halter von Ethereum noch über ein Allzeithoch der Kryptowährung freuen, 4.360 war damals eine Ethereum-Einheit wert. Mittlerweile hat sich der Wert fast halbiert, Ethereum ist, so wie viele andere Kryptowährungen auch, beim jüngsten Crash mächtig unter die Räder gekommen.

    Grund dafür war die Ankündigung der chinesischen Regierung, hart gegen die Erzeugung von Kryptowährungen vorgehen zu wollen. Ein weiterer Grund liegt aber vermutlich auch darin, dass Elon Musk sich kritisch über den Energieverbrauch von Kryptogeld geäußert hatte. Der Tesla-Chef übt seit einiger Zeit beträchtlichen Einfluss auf die Kryptomärkte aus.

    Ethereum: Umweltfreundlich noch in diesem Jahr

    Vielleicht drückt deswegen Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin nun aufs Gas: Ethereum soll schneller grüner werden als ursprünglich geplant. Bereits seit Monaten arbeiten man bei Ethereum daran, die Blockchain von dem stromfressenden "Proof-of-Work-Prinzip" auf das umweltfreundliche "Proof-of-Stake-Prinzip" umzustellen.

    💡 Das große Krypto A bis Z

    Was ist die Blockchain, was der Witz an Dogecoin, warum interessiert sich das Finanzamt für Kryptowährungen und warum wird das Klima von Bitcoin und Co. so belastet - diese und weitere Fragen werden in unseren Kryptowährung-ABCs erklärt. Hier geht es zu Teil 1 und hier zu Teil 2.

    "Proof-of-Work" heißt, dass das Kryptogeld durch komplizierte Rechnungen erzeugt wird, die nur dazu da sind, nachzuweisen, dass ein Rechner Energie aufgewendet hat, um beispielsweise einen Bitcoin zu erzeugen. Man kann also sagen, dass bei "Proof-of-Work" aus Energie letztlich Geld wird.

    Beim "Proof-of-Stake-Verfahren" hingegen entstehen neue Wert dadurch, dass die Inhaber dem Netzwerk Kryptogeld zur Verfügung stellen (staken) und dafür belohnt werden. Das Ganze erinnert dann im Ergebnis an Zinsen, die man im herkömmlichen Finanzsystem erhält, wenn man sein Geld anlegt und dafür darauf verzichtet, jederzeit darauf zugreifen zu können.

    "Proof-of-Stake": Zieht Bitcoin nach?

    Es basieren heute schon einige Kryptowährungen auf dem "Proof-of-Stake-Verfahren" - Cardano, Polkadot, EOS oder Tron gehören zu den bekanntesten. Die Umstellung von Ethereum auf "Proof-of-Stake" ist allerdings nicht so einfach zu bewerkstelligen, auch, weil Ethereum nicht nur eine Währung ist, sondern ein ganzes Ökosystem, auf dem beispielsweise auch Smart Contracts laufen.

    Bislang war nicht so ganz klar, wie lange es dauern würde, Ethereum umweltfreundlicher zu machen, Experten gingen bislang davon aus, dass die "Proof-of-Stake-Migration" frühestens Ende 2021 abgeschlossen werden könne. Am Ende aber dürfte die Ethereum-Blockchain im Vergleich zu heute nur noch einen Bruchteil an Energie verbrauchen.

    Die Frage wird dann auch sein, ob Bitcoin einen ähnlichen Weg geht. Bislang hält man sich bedeckt, aber der Druck auf den Krypto-Platzhirschen dürfte steigen.

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