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Bitcoin, Ethereum, Litcoin sind einige der Krypto-Währungen, die in den letzten Jahren für Furore gesorgt haben

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    Von Alt-Coin bis ZCash: Das große Kryptowährung-ABC (Teil 1)

    Bitcoin, Ethereum, Dogecoin: Kryptowährungen boomen. Für viele Otto-Normal-User allerdings ist die Krypto-Welt immer noch ein Buch mit Sieben Siegeln. Deswegen klären wir die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Kryptowährung.

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    Von
    • Christian Schiffer

    Was ist die Blockchain, was der Witz an Dogecoin, warum interessiert sich das Finanzamt für Kryptowährungen und warum wird das Klima von Bitcoin und Co. so belastet - diese und weitere Fragen werden im ersten Teil des Kryptowährung-ABCs erklärt.

    A - wie Altcoin

    Bitcoin kennt jeder, Ethereum, Dogecoin, Monero oder Litecoin sind schon unbekannter. Und von Boolberry, Electroneum oder Primacoin dürften die wenigsten jemals etwas gehört haben. Tausende sogenannter Altcoins gibt es und darunter versteht man letztlich alle Coins, die nicht Bitcoin sind.

    B - wie Blockchain

    Die Blockchain ist die technologische Grundlage aller Kryptowährungen. Anders als bei herkömmliche Währungen verzichten Bitcoin und Co. auf eine zentrale Instanz, wie etwa eine Bank. Damit das System funktioniert, muss jeder Teilnehmer des Netzwerks Einsicht haben in den Transaktionsverlauf. Die Blockchain kann man sich hierbei vorstellen, wie ein dezentrales Kassenbuch, das verteilt auf Millionen Rechnern liegt. Dieses Prinzip macht Fälschungen und Manipulationen zwar nicht unmöglich, aber doch sehr schwierig.

    C – wie Coinbase

    Die vermutlich bekannteste Kryptobörse der Welt. Als Coinbase Mitte April sein Börsen-Debut feiert, reißen sich die Anleger um die Aktien des Unternehmens. Weitere bekannte Kryptobörsen sind Kraken, BSDX oder Bitcoin.de. In Vergangenheit allerdings sind solche Kryptobösen auch schon gehackt worden. Experten empfehlen deswegen, die Coins lieber auf dem eigenen Rechner in einer Wallet zu lagern.

    D – wie Dogecoin

    Doge ist ein Mem rund um einen japanischen Shiba-Hund, der sich im Laufe der letzten Jahre zum heimlichen Maskottchen des Internets gemausert hat. 2013 erschaffen zwei Software-Entwickler eine Kryptowährung namens Dogecoin. Das Ganze ist eigentlich als Witz gemeint, aber es kommt, wie es so oft im Internet kommt: Der Witz verselbstständigt sich und die beiden Programmierer sind heute schwer reich. Nun soll Dogecoin sogar den Weltraum erobern. Elon Musk, dem auch das Raumfahrt-Unternehmen Space X gehört, hat angekündigt einen Weltraum-Satelliten namens Dogecoin 1 in den Weltraum zu schießen.

    E- wie Ethereum

    Ethereum ist, was die Markkapitalisierung angeht, die zweit größte Krypto-Währung hinter dem Bitcoin. Allerdings ist Ethereum sehr viel mehr als „nur“ eine Kryptowährung. Ethereum ist eine Infrastruktur, eine Blockchain, auf der eigene Anwendungen laufen können, etwa Smart contracs oder spezielle Apps. Ethereum basiert, genau wie Bitcoin, auf dem „Proof of Work“-Prinzip, soll aber 2021/2022 auf das ressourcenschonendere "Proof of Stake"-Verfahren umgestellt werden.

    F – wie Finanzamt

    Auch das Finanzamt interessiert sich für die Kryptowährungen, insbesondere dann, wenn man sie mit Gewinn verkauft. Allerdings werden die Gewinne steuerfrei, wenn man die Kryptos länger als ein Jahr hält. Umstritten ist die Frage, wie das sogenannte "Staking" steuerlich zu beurteilen ist, weil hier laufend neue Einnahmen generiert werden. Manche Experten gehen davon aus, dass sich die Spekulationsfrist dann auf zehn Jahre erhöht.

    G – wie Gewissen

    Das Gewissen kann auch Krypto-Millionäre plagen. Im April spendet ein Bitcoin-Millionär aus Greifswald eine Million an die Grünen. Es handelt sich hierbei um die größte Einzelspende für eine Partei seit dem Jahr 2005. Der Software-Entwickler hatte das Gefühl unverdient zu Reichtum gekommen zu sein, außerdem bereitete ihm der hohe Energieverbrauch des Bitcoin-Systems Kopfzerbrechen.

    H – wie Hash-Rate

    Die Hash-Rate gibt an, wie schwierig es ist, bestimmte Krypto-Währungen zu minen. Diesbezüglich auch wichtig ist das sogenannte "Halving", sprich: die Belohnung, die Miner für das Schürfen von Bitcoins erhalten. Diese Belohnung wird im Falle vom Bitcoin alle vier Jahre halbiert.

    I – wie ICO

    ICO steht für "Inicial Coin Offering" und lehnt sich an den Begriff "IPO" an, mit dem Börsengänge bezeichnet werden. Anders als ein IPO ist eine recht unregulierte Form, Geld einzusammeln. Es werden auch keine Aktien am Markt platziert, sondern sogenannte "Tokens".

    J – wie Jackpot

    Nicht nur beim Bitcoin, auch bei Ethereum, Dogecoin und anderen Krypto-Währungen: Wer früh dabei war, der hat den Jackpot definitiv geknackt. Allerdings haben die wenigsten die unglaubliche Wertsteigerung von Kryptowährungen kommen sehen. 2010 kauft ein Programmierer für 10.000 Bitcoins eine Pizza. Man kann nur hoffen, dass sie ihm geschmeckt hat. Stand heute wären 10.000 Bitcoins etwa 450 Millionen Euro.

    K – wie Klima

    Mehr als Neuseeland, mehr als die Niederladen, mehr als Italien: Um zu dokumentieren, wie hoch der Stromverbrauch des Bitcoin ist, müssen immer wieder neue Länder als Vergleichsmaßstab herangezogen werden. Das liegt vor allem an dem Energiehungrigen Proof of Work-Verfahren. Im Vergleich dazu soll das Proof of Stake-Verfahren sehr viel energieeffizienter arbeiten und den Stromverbrauch um mehr als 99 Prozent reduzieren. Manche Kryptowährungen, wie etwa Cardano, laufen bereits auf Proof of Stake und gelten deswegen als umweltfreundlich.

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