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Achim Killer
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Achim Killer

Ein Krypto-Wurm hat sich diese Woche wieder durch schlecht gewartete Unternehmensnetze in aller Welt geschlängelt und dort Dateien verschlüsselt. Der Nivea-Hersteller Beiersdorf war wohl betroffen und die deutsche Niederlassung des US-Pharma-Konzerns Merck in Haar bei München. Wahrscheinlich hat sich der Wurm in das Update einer ukrainischen Buchungssoftware einschlichen. Und sich dann in den Unternehmensnetzen rasend schnell verbreitet - bei multinationalen Konzernen weltweit - wenn die Windows-Rechner dort nicht auf dem aktuellen Sicherheitsstand waren.

Sicherheitstipps vom BSI

Um sowas zu vermeiden, rät das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, aktuelle Anti-Viren-Software, alle Sicherheits-Updates zu installieren und Daten-Back-ups. Und das schützt natürlich nicht nur Firmen, sondern auch Privatanwender.

Peinlich!

Wem das jetzt bekannt vorkommt: Ja, im Mai gab’s sowas schon mal. Wannacry hieß da der Krypto-Trojaner. Und Wannacry hat ein neues digitales Biotop gefunden. In Australien hat er Radarfallen und Blitzer-Ampeln befallen. Die Steuerungsrechner dafür laufen unter Windows. Und die Polizei hat das Sicherheits-Update nicht durchgeführt, das vor Wannacry schützt. Peinlich sowas. Kratzt an der Autorität der Staatsmacht. Und deshalb wohl hat diese ein paar hundert Strafzettel wegen zu schnellen Fahrens und roter Ampeln zurückgezogen.

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Sendung

B5 Online-Nachrichten vom 01.07.2017 - 07:40 Uhr