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Killer's Security: Kraftwerks-Hacker | BR24

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Achim Killer

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    Killer's Security: Kraftwerks-Hacker

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über die zunehmende Gefährdung kritischer Infrastrukturen. Auch Porno-Gucken ist riskant. Und anstatt sichere Gadgets zu produzieren, falten Handy-Bauer jetzt deren Displays.

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    Nächste Woche ist wieder soweit: Am Montag beginnt in Barcelona der Mobile World Congress, die weltweit wohl wichtigste IT-Messe. Bis letztes Jahr gab’s ja die CeBIT in Hannover. Da sind Großrechner gezeigt worden. In Barcelona dreht sich alles um Smartphones. Samsung wird eines mit einem ausklappbaren Display zeigen. Quasi Smartphone und Tablet in einem. Entsprechend kostet es auch für zwei: rund 2000 Euro. Das dürfte auf dem Mobile World Congress der große Hingucker werden. Und daran merkt man schon, dass es allmählich eng wird mit den Innovationen im Handy-Sektor. Was sich auch in den Verkaufszahlen niederschlägt: Die Gartner Group sagt, dass 2018 weltweit anderthalb Milliarden Smartphones abgesetzt worden sind. Das ist viel. Aber halt nicht viel mehr als im Jahr zuvor. Gewinner auf dem stagnierenden Weltmarkt war 2018 der ansonsten umstrittene chinesische Anbieter Huawei. Er liegt jetzt nach Samsung und ganz knapp nach Apple auf Platz 3 der erfolgreichsten Handy-Verticker.

    Sex and Crime

    Weit über 100.000 Porno-Guckern im Web hat man 2018 versucht, ihre Zugangsdaten zu den entsprechenden Sites abzuluchsen. Das sagt immerhin der Security-Konzern Kaspersky. Eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Kann ganz peinlich werden sowas. Da ist es im Web wie richtigen Leben: Man muss aufpassen, dass man sich nichts einfängt.

    Big Google hört mit

    Google hat ein Mikro in eine von der Konzerntochter Nest vertriebene Alarmanlage eingebaut, ohne was zu sagen. Aus Versehen, sagt der Konzern. Die US-Datenschützer vom Electronic Privacy Information Center glauben das nicht und fordern, dass Google die 2014 übernommene Konzerntochter wieder abgibt. In Deutschland ist die beanstandete Alarmanlage nicht verkauft worden.

    Schwarze Energie

    "It was used in an disruptive attack to put some parts of the country in blackout. Therefore it’s called Black Energy.", sagt Noushin Shabab von Kaspersky zu Black Energy, einem hochkomplexen Schadprogramm, das während der Krimkrise zu einem Blackout in der Ukraine geführt hat. Stromausfall - in weiten Teilen des Landes. Solche Angriffe nehmen zu – weltweit. Darauf deuten auch die Zahlen hin, die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in Deutschland erhebt. 157 so genannte „Vorfälle“ sind dem BSI in der zweiten Jahreshälfte 2018 gemeldet geworden. Im Zwölf-Monats-Zeitraum davor waren es 145. Also ein dramatischer Anstieg, wobei das BSI die Öffentlichkeit halt nicht darüber informiert, was für Vorfälle es sind, die ihm gemeldet werden. Da sind sicherlich etliche Hacker-Angriffe dabei. Aber es kann auch mal ein Schussel gewesen sein, der im Kraftwerksleitstand einen Becher Kaffee in den Steuerungsrechner geschüttet hat. Fazit: Die Gefahr, dass wir auch hierzulande mal wegen eines Hacker-Angriffs auf die Stromversorgung im Dunkeln sitzen, die nimmt zu. Aber wie groß sie konkret ist, darüber lässt das BSI die Leute im Dunkeln.

    Darum geht’s auch im Computer Magazin – am Sonntag, den 24.02 um 16:35 und um 20:35 Uhr auf B5.

    Weitere Ausgaben von Killer' Security finden Sie hier.

    Sendung

    B5 Online-Nachrichten

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