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Killers Security: Handy-Monopoly | BR24

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Achim Killer

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    Killers Security: Handy-Monopoly

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über Android. Vor zehn Jahren hat Google sein Handy-Betriebssystem herausgebracht. Es hat Rekorde gebrochen. Und vielleicht werden jetzt seine Sicherheitsprobleme abgemildert.

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    Der Firefox Nummer 63 steht im Netz. Einen besseren Tracking-Schutz hat er. Also er macht es einem leichter, Websites zu verbieten, einem hinterher zu schnüffeln. Vor allem aber macht er Sicherheitslöcher dicht. Bei alten Versionen können Cyberkriminelle übers Netz den Arbeitsspeicher im Rechner des Surfers durcheinanderbringen. Und Unordnung im Arbeitsspeicher ist sowas wie ein Biotop für digitales Ungeziefer. Also wer mit dem Feuerfuchs auf Surftour geht, für den ist die Nummer 63 Pflicht.

    Die neue Version des Browsers können Sie hier herunterladen.

    Blockchain für die Börse

    Die Bundesbank und die Deutsche Börse haben ausprobiert, ob sich Blockchains für den Wertpapierhandel eignen. Die Blockchain-Technologie steckt hinter der schillernden Krypto-Währung Bitcoin. Man kann sich das so vorstellen: Sämtliche Käufe und Verkäufe, egal, ob Bitcoin oder Wertpapier, werden auf den Rechnern von allen Teilnehmern verbucht.

    Außerdem werden die Buchungen noch so miteinander und mit hochkomplizierten Krypto-Algorithmen verwurstelt, dass sie wirklich niemand auseinanderfieseln und fälschen kann. Bundesbank und Börse sind jetzt zu dem Schluss gelangt, dass sich Blockchains sehr wohl für den Wertpapierhandel eignen. Und das Wohlwollen von Börse und Bundesbank ist ja was wert, wenn’s um Geld geht.

    Zehn Jahre Android

    Ein Jubiläum gilt’s wieder zu vermelden: Am 21. Oktober 2008, also letzten Sonntag vor zehn Jahren, da hat Google Android herausgebracht. Zehn Jahre alt und hat schon ein Monopol. Rund 90 Prozent aller Smartphones laufen unter Android. Es ist das am weitesten verbreitete Betriebssystem aller Zeiten. Auf zwei bis drei Milliarden Geräten ist es installiert. Ein guter Indikator für die Bedeutung einer Technik sind ja die Bußgelder, die die EU-Kommission wegen marktwidrigen Verhaltens gegen Konzerne verhängt, denen die jeweilige Technik gehört. Ein Verfahren gegen Google wegen Android ist derzeit anhängig. Es geht um 4,3 Milliarden Euro. Europa-Rekord!

    Google würde die Smartphone-Hersteller zu sehr knebeln, sagt die Kommission. Wobei: Android ist auf die Hersteller zugeschnitten. Sie dürfen es beliebig verändern, um ihre Geräte besser vermarkten zu können. Und eben deshalb gibt's für viele Smartphones kaum Sicherheits-Updates, weil die Hersteller sich nicht drum kümmern. Google will jetzt diejenigen, die in Europa verkaufen, dazu zwingen, zumindest zwei Jahre lang Sicherheits-Updates für ihre Android-Geräte bereitzustellen. Das schreibt die US-Publikation The Verge, die offenkundig an einen Geheimvertrag zwischen Google und Handy-Bauern gekommen ist. Die Hersteller werden also noch ein bisschen mehr geknebelt. Was in dem Fall aber ganz gut ist.

    Weitere Ausgaben von Killer' Security finden Sie hier.