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Achim Killer

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    Killers Security: Conti attackiert Gesundheitssystem

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer diesmal über einen Ransomware-Angriff auf das irische Gesundheitssystem. Google eröffnet mit der i/o die Saison der Entwicklerkonferenzen. Und Microsoft bringt eine neue Version von Windows 10.

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    Von
    • Christian Schiffer

    Die Konferenz-Saison der IT-Konzerne ist eröffnet – von Google diese Woche. i/o heißt die Veranstaltung des Konzerns für seine Entwickler, damit die wissen, welche Apps sie künftig schreiben können. Und High-Tech-Kunststückchen fürs staunende Publikum gibt’s natürlich auch immer. Diesmal haben Google-Manager mit Software geplaudert. Das geht, weil die ja künstlich intelligent wird. Und sowas soll man als Nutzer auch irgendwann auf‘s Smartphone kriegen. Also man tappst dann nicht mehr auf Google Maps herum, sondern sagt seinem Handy, wo man hinfahren will und dass man auf dem Weg dahin einen schönen Blick die Berge haben möchte. Und dann sucht das Handy eine entsprechende Route raus. Man hat ja immer ein ungutes Gefühl, wenn ausgerechnet Big Goog mit künstlicher Intelligenz hantiert. Und wohl deshalb macht der Konzern auch gerne öffentlichkeitswirksam auf Datenschutz. Bei der nächsten Android-Version soll man Suchanfrage der letzen Viertelstunde sehr einfach löschen können und Ordner mit Bildern verschlüsseln. Na ja. Es folgen die Konferenzen von Facebook und Apple. Und dort werden auch bestimmt hübsche digitale Kaninchen aus dem Zylinder gezaubert.

    Angriff aufs Gesundheitswesen

    Eine Cyber-Attacke, wie sie derzeit typisch ist, hat vor ein paar Tagen Irland erwischt. Erpresser haben mit der Ransomware Conti das irische Gesundheitssystem angegriffen. 85.000 Rechner haben dort heruntergefahren werden müssen, damit sich die digitale Pest nicht noch weiter ausbreiten kann. Das Lösegeld, das die Kriminellen hinter Conti verlangen, kann in die Millionen gehen. Der Ministerpräsident des Landes persönlich hat aber bereits erklärt, dass man nicht zahlen werde. Durch eine Zero-Day-Lücke ist Conti in die Krankenhäuser gekommen, eine Lücke, für die’s noch keinen Patch gibt. Bedeutet im Umkehrschluss: Wenn man alle verfügbaren Sicherheitsflicken für Betriebssystem und Anwendungsprogramme installiert hat, dann hat man schon viel gegen Ransomware getan. Und Backups seiner Daten ziehen muss man natürlich regelmäßig.

    Neue Windows-10-Version

    Was dieser Tage mal ganz sinnig sein kann, ist, nachzuschauen, was für ein Windows man eigentlich verwendet. Windows 10, klar. Was sonst? Aber da gibt’s verschiedene. Jedes Jahr bringt Microsoft ja zwei neue Funktions-Updates heraus. Und die werden dann nur eine bestimmte Zeit lang unterstützt – also mit Sicherheits-Patches. Die Versionen von 2019 sollte man nicht mehr nutzen. Dafür gibt’s keine Flicken mehr. 2020 – das passt. Und jetzt hat Microsoft die Version vom 1. Halbjahr 2021 zum Download freigegeben: 21H1 – muss man nicht unbedingt gleich haben. Erfahrungsgemäß stecken in neuen Versionen auch meist neue Bugs. Wie kriegt man raus, welche Version läuft? „Systemsteuerung“ – „System“ da steht’s unter „Windows-Spezifikationen“. Bei 1909 wird’s allmählich gefährlich. Und 20H2 – das ist solide und sicher, soweit man das bei Software sagen kann – und insbesondere bei Software aus Redmond.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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