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Killer’s Security: Zuck’s Cyber-Dollars | BR24

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Achim Killer

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Killer’s Security: Zuck’s Cyber-Dollars

Facebook will eine eigene Währung einführen, bei Google Play kursieren Trojaner und ein Browser soll vor irreführender Werbung schützen. Die Online-Nachrichten mit Achim Killer.

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Libra – Facebook-Geld, das soll es ab nächstem Jahr geben, hat der Konzern diese Woche angekündigt. So was Ähnliches wie der Bitcoin wird’s werden, also Geld, das mit Hilfe einer Blockchain funktioniert, einem furchtbar verwursteltem Buchungssystem, das deswegen im Prinzip fälschungssicher ist. Libra soll durch richtiges Geld, Euro, Dollar und Yen, gedeckt werden, sodass es stabiler werden könnte als der volatile Bitcoin. Etablierte Finanzdienstleister, Visa, Mastercard und Paypal, machen mit. Und Facebook und WhatsApp haben Milliarden von Nutzern. Also es könnte ein ganz großes Ding werden, ob ein gutes oder ein schlechtes, das steht noch nicht fest. Facebook hat Datenschutz versprochen. Aber das ist man ja gewohnt, dass der Konzern sowas verspricht.

Trojaner-Stall

Bei Google Play, da fragt man sich ja wirklich, was das eigentlich ist, ein App-Shop oder ein trojanischer Pferdestall. Das IT-Sicherheits-Unternehmen Doctor Web hat jetzt in Google Play mit Trojanern infizierte Apps entdeckt, die einen ständig mit dubioser Werbung in Form von Push-Nachrichten auf dem Android-Handy nerven. Ist äußerst trickreich: Bei der Installation übertölpelt einen der Trojaner. Und man erlaubt dann einer obskuren Web-Site einem Push-Nachrichten zu schicken. Und die bleiben einem, auch wenn man die infizierte App wieder löscht. Stoppen kann man den Mist nur über die Browser-Einstellungen. Im Chrome für Android kann man nachschauen, welche Site einem Push-Nachrichten schicken darf – unter: "Einstellungen" – "Website-Einstellungen" – "Benachrichtigungen" geht das.

Handy-Betriebssysteme sind im Prinzip sicherer als Windows. Und wenn man sich dann noch Apps nur aus den offiziellen App-Shops holt, dann sollte eigentlich nichts passieren. Sollte nicht, tut’s aber. Vor allem Google-Play ist ziemlich verschlampt. Und deshalb kommt man bei Android um ein Anti-Viren-Programm nicht herum.

Browser-News

Zwei Neuerungen bei Browsern noch: Google’s Chrome warnt einen ja vor Web-Sites, die mit digitalem Ungeziefer versifft sind, und solchen, die versuchen, einem irgendwelche Zugangsdaten abzuluchsen. Und da kann man jetzt mithelfen. "Suspicious Site Reporter" heißt eine Browser-Erweiterung für Chrome, mit deren Hilfe kann suspekte Sites melden kann:

Und der neue Browser Vivaldi 2.6 soll vor irreführender Werbung schützen. Vivaldi wirbt ja mit Datenschutz. Deshalb bekommt man eine Liste mit suspekten Werbe-Servern auf den Rechner – also die steht nicht irgendwo im Netz. Und mit der werden dann die Surf-Touren abgeglichen. Auf dem eigenen Rechner. Ist sicherlich eine gute Sache.

Weitere Ausgaben von Killer' Security finden Sie hier.