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Killer’s Security: Zoom-Bombing | BR24

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Achim Killer

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    Killer’s Security: Zoom-Bombing

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über Zoom-Bombing. Rechtsextremisten haben sich in eine virtuelle Holocaust-Gedenkveranstaltung eingeschlichen. Der Videokonferenz-Dienst hat versprochen, gegen solch üble Vorfälle Vorsorge zu treffen.

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    Dass ein Software-System nichts taugt, das merkt man merkt man meist erst dann, wenn man drauf angewiesen ist, so wie jetzt auf Video-Konferenzen. Und dann müssen’s die Entwickler hektisch flicken. Morgen wird ein Update gegen „Zoom-Bombing“ ausgeliefert, also gegen Leute, die sich in virtuelle Meetings über den gleichnamigen Internet-Dienst einschmuggeln. Da gab’s ja diese Woche einen besonders widerwärtigen Fall, als Rechtsextremisten die Holocaust-Gedenkveranstaltung der israelischen Botschaft in Deutschland gestört haben.

    Zoom bessert nach

    Etliche Nachbesserungen hat Zoom für morgen versprochen. Wenn man irgendwelche Konferenz-Software auf’m Handy oder auf’m PC hat, sollte man sie immer erst auf den neusten Stand bringen, bevor man sie benutzt, weil: da werden derzeit ja ständig Sicherheitslöcher entdeckt und gestopft.

    Duo für zwölf

    Und auch für Google’s Dienst Duo gibt es ein Update. Google baut vor allem die Kapazität von Duo aus. Bislang haben 8 Leute an einer Video-Konferenz teilnehmen können. Jetzt sind 12. Und in den nächsten Wochen sollen es noch mehr werden.

    Vivaldi für Android

    Vivaldi ist ein Browser, der mit besonders viel Datenschutz wirbt – unter Windows, MacOS, Linux und - jetzt neu – auch für Android-Handys.

    Das höllische Trio

    Spammer nutzen die Krise für ihr schmutziges Geschäft. Eine der Mails, wie sie derzeit milliardenfach verschickt werden, kommt angeblich vom Bundesgesundheitsministerium und verspricht ein neues Antragsformular für „Familien- und Krankenurlaub“. Stimmt natürlich nicht. In der Word-Datei im Anhang steckt der Trojaner Trickbot. Das ist einer vom infernalen Trio des digitalen Ungeziefers – Trickbot, Emotet und Ryuk. Die arbeiten zusammen. Und wenn einer auf’m Rechner ist, dann holt er seine üblen Kumpels nach. Der Emotet baldowert aus, wie sich Spam besonders hinterhältig verschicken lässt. Der Trickbot schaut nach, was sich auf dem infizierten Computer alles an Unheil anrichten lässt. Und Ryuk verschlüsselt dann Dateien und verlangt Lösegeld. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat mal zusammengeschrieben, worauf man bei verdächtigen Mails in Zeiten von Corona achten sollte. Das ist quasi so eine Art Emotionstraining. Das Misstrauen und der kalte Verstand müssen die Oberhand behalten über den manchmal schier übermächtigen Klickimpuls im rechten Zeigefinger.

    Versiffte Werbung

    Malvertising ist ein Kunstwort aus Malware und Advertising, Werbung. Cyberkriminelle verbreiten Schädlinge, indem sie sie in Reklame-Banner packen und dann Internet-Werbung schalten. Und jetzt haben sie auch noch gelernt, Ad-Server zu hacken, also Rechner bei Werbeagenturen, die Banner auf Webseiten verteilen. Das heißt, es wird künftig wohl noch mehr mit digitalem Ungeziefer versiffte Werbung ausgeliefert. Ein Werbeblocker schützt.